"Wandere bei Impfpflicht aus" – 1. Wiener packt Koffer

Wiener "Impfflüchtling" Kostas (31) im "Heute"-Interview.
Wiener "Impfflüchtling" Kostas (31) im "Heute"-Interview.Alexandra Diry
Impfverweigerern drohen ab Februar Mega-Strafen – bis 7.200 Euro. Bei einer "Heute"-Straßenbefragung kündigte ein Ungeimpfter nun seine Emigration an.

Ein (noch) inoffizieller Rohentwurf des Bußgeldkatalogs für die geplante Impfpflicht liegt vor. Laut Bundeskanzler Alexander Schallenberg werde sich die Bundesregierung mit Experten und der Opposition ab Dienstag über die darin enthaltenen Punkte beraten. Eine hartnäckige Verweigerung soll bereits nach wenigen Wochen deutlich mehr als das durchschnittliche Nettomonatseinkommen eines Österreichers kosten.

Die geplanten Strafen

Wer nach zweimaliger Aufforderung den Impftermin verstreichen lässt, soll ein Bußgeld in der Höhe von 3.600 Euro zahlen oder bei Uneinbringlichkeit für vier Wochen hinter Gitter. Bei einem abermaligen Verstoß könnte sich die Geldstrafe sogar auf bis zu 7.200 Euro verdoppeln (alternativ sechs Wochen Haft). "Heute" befragte die Menschen in der Wiener Innenstadt, was sie von den knallharten Strafen halten. Sowohl Impfpflicht-Befürworter als auch strikte Gegner meldeten sich bei der Meinungsumfrage zu Wort.

Das sagen die Wiener zum Strafenkatalog für Impfverweigerer:

"Zu tausend Prozent gehe ich"

Im Straßeninterview donnert Kostas los: "Ich vertraue den Impfstoffen, die es jetzt gibt einfach nicht. Es ist wie in einer Diktatur." Auch die gesetzliche Impfpflicht könne ihn nicht zum Erststich bewegen. Gegenüber "Heute" stellt der 31-Jährige unmissverständlich klar, dass er die einhergehenden Geldstrafen ignorieren werde. Um in letzter Konsequenz nicht im Gefängnis zu landen, würde der Impfskeptiker sogar seine Zelte hierzulande abbrechen.

Falls die Impfpflicht wie angekündigt umgesetzt wird, schwört der gebürtige Grieche, Österreich den Rücken zu kehren. "Zu tausend Prozent gehe ich dann in ein anderes Land und bleibe nicht hier." Schweren Herzens plant Kostas nun, das Land zu verlassen. "Ich will nicht, aber ich habe ein Leben und ich muss etwas machen."

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