Ein kleiner Notgroschen zu Hause kann nicht schaden – so denken viele. Schnell verfügbar, unabhängig von Banköffnungszeiten und im Notfall direkt zur Hand. Doch was auf den ersten Blick wie ein gutes Geheimversteck wirkt, ist für Einbrecher längst Routine.
Bargeld in Büchern, Vorratsdosen, Wäscheschränken oder zwischen Unterlagen – das sind keine cleveren Verstecke, sondern die ersten Stellen, die bei einem Einbruch kontrolliert werden.
Die Matratze ist dabei ein besonders schlechtes Beispiel, wie chip.de unter Berufung auf Focus und Allianz berichtet. Sie wirkt privat und unauffällig, ist aber ein Klassiker, den Täter schnell überprüfen. Auch Schubladen, Kleiderschränke und Nachttische gehören zu den Standardorten für die Suche.
Wer Bargeld oder Wertsachen zu Hause behalten will, sollte auf einen Tresor setzen. Wichtig dabei: nicht irgendeine Metallkassette, sondern ein Modell, das fachgerecht verankert ist. Tresore unter 200 Kilogramm gelten als grundsätzlich mitnehmbar – erst durch eine Verankerung im Mauerwerk oder Boden wird der Schutz wirklich wirksam.
Vor dem Kauf empfiehlt sich eine Beratung durch einen Fachbetrieb. Achten Sie auf anerkannte europäische Sicherheitsstandards wie VdS oder ECB-S und eine entsprechende Prüfplakette.
Wer größere Summen, Schmuck oder wichtige Dokumente schützen will, fährt mit einem Bankschließfach oft besser. Allerdings sollte man den Vertrag genau prüfen: In vielen Fällen ist nur eine geringe Versicherungssumme enthalten.
Übersteigt der Wert des Inhalts die vereinbarte Summe, bleibt man im Schadensfall auf einem Teil des Verlustes sitzen. Eine zusätzliche Schließfachversicherung kann sinnvoll sein.
Für kleinere Notfallbeträge muss nicht komplett auf Bargeld in der Wohnung verzichtet werden. Entscheidend ist, dass das Geld nicht in den naheliegendsten Verstecken landet. Statt kreativer Alltagsorte ist eine verschlossene Lösung sinnvoller – idealerweise kombiniert mit Einbruchschutz an Türen und Fenstern.