Die EU verschärft die Gangart im Kampf gegen Geldwäsche. Mit einem neuen Maßnahmenpaket kommen ab Juli 2027 spürbare Änderungen auf Verbraucher und Unternehmen zu.
Die größte Änderung ist eine neue Bargeld-Obergrenze: Künftig dürfen bei gewerblichen Zahlungen maximal 10.000 Euro bar bezahlt werden. Betroffen sind etwa größere Anschaffungen wie Autos oder Immobilien. Private Geschäfte zwischen Privatpersonen bleiben von dieser Regelung ausgenommen.
Hinzu kommt, dass bei Barzahlungen von 3.000 Euro künftig Daten der Käufer erfasst werden. Ziel ist es, Geldflüsse besser nachvollziehen zu können.
Die neuen Regeln sorgen auch in Polit-Österreich für Wirbel. Besonders kritisch äußerte sich die FPÖ: Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm warnte vor "einem Verlust jeglicher Privatsphäre". In einer Aussendung bemängelte der Freiheitliche: "Was uns hier als angebliche Maßnahme gegen Geldwäsche verkauft wird, ist in Wahrheit der gezielte Aufbau eines orwell'schen Überwachungsstaates durch die abgehobenen EU-Eliten." Laut Wurm werde durch solche Maßnahmen "jeder rechtschaffene Österreicher unter Generalverdacht gestellt".
Die Behauptung, man wolle damit die organisierte Kriminalität bekämpfen, bezeichnete der freiheitliche Konsumentenschutzsprecher als "reine Augenauswischerei". Echte Kriminelle würden längst auf Kryptowährungen oder andere verschleierte Finanzkanäle ausweichen. Getroffen werde durch das neue Gesetz stattdessen die breite, gesetzestreue Bevölkerung.
"Es kann absolut nicht im Interesse der Menschen sein, dass sie beim Kauf eines Gebrauchtwagens oder bei größeren Anschaffungen künftig ihre sensiblen Ausweisdaten bei Unternehmen hinterlegen müssen", kritisierte Wurm. "Unsere Unternehmer werden zu unfreiwilligen Handlangern von EU-Zentralisten mit zügellosen Überwachungs-Phantasien degradiert."
Der blaue Konsumentenschutzsprecher forderte ein Umdenken und ein Einschreiten der Bundesregierung, um "den bedingungslosen Schutz des Bargelds" sicherzustellen.