Rosmarin kennen die meisten aus der Küche. Doch immer mehr Menschen stellen das mediterrane Kraut auch ins Schlafzimmer - ein paar Zweige in einem Glas Wasser neben dem Bett. Die ätherischen Öle sollen für besseren Schlaf sorgen und Mücken vertreiben.
Rosmarin enthält verschiedene ätherische Öle wie Borneol und Polyphenol. Laut Experten des Zentralverbands der Ärzte für Naturheilverfahren helfen diese bei der Verdauung und gegen Entzündungen. "Rosmarin ist die beste - wenn nicht sogar die einzige - Heilpflanze aus unserem Bereich", sagt Rainer Stange, Präsident des Verbandes.
Wie chip.de berichtet, hat eine Studie gezeigt, dass die Durchblutung des Gehirns durch Rosmarin gesteigert wird. "Rosmarin durchblutet die feinen Kapillaren im Gehirn und bringt dadurch mehr Sauerstoff ins Gehirn", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Karin Buchart von der Universität Salzburg.
Ein weiterer Vorteil: Mücken mögen das in Rosmarin enthaltene Öl 1,8-Cineol (auch Eukalyptol genannt) überhaupt nicht. Sie halten sich daher fern. Ob ein paar Zweige im Schlafzimmer den gleichen Effekt haben wie eine große Pflanze im Garten, ist allerdings fraglich. Einen Versuch ist es aber allemal wert.
Das Wasser im Glas hat einen positiven Nebeneffekt: Es erhöht die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. 40 bis 60 Prozent gelten als ideal für guten Schlaf. Allerdings warnen Experten: Menschen mit hohem Blutdruck sollten vorsichtig sein. Auch Kontaktallergien sind möglich. Man sollte sich also langsam an das "Wunderkraut" herantasten - ein Wundermittel ist es nicht.