Sport

Warum Olympia-Absage den Doping-Sündern hilft

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 verschoben worden. Davon könnten ausgerechnet Doping-Sünder profitieren.
Heute Redaktion
13.09.2021, 13:54

Statt im Sommer 2020 kämpfen die besten Athleten der Welt vom 23. Juli bis 8. August 2021 um Gold, Silber und Bronze. Da werden einige Dopingsünder, die in diesem Jahr noch gesperrt gewesen wären, starten dürfen.

Denn eine standardmäßige Dopingsperre der WADA gilt für vier Jahre, also exakt für einen Olympia-Zyklus. Dies wird nun durch die Verschiebung der Spiele durchbrochen, wie Brett Clothier, Leiter der Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbands, bestätigte. Sperren gelten für Jahre, nicht für Großveranstaltungen.

Dopingsünder, deren Sperre 2020 oder im Frühjahr 2021 ausläuft, von den Spielen auszuschließen, ist nicht möglich. "In diesem speziellen Fall werden einige Athleten davon profitieren. Es ist eine unglückliche Situation, die in der aktuellen Rechtslage aber eindeutig ist", so Clothier.

Dafür würden allerdings Athleten, die ab dem Sommer positiv getestet werden, gleich zwei Olympische Spiele verpassen. 2021 in Tokio und 2024 in Paris.

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