Warum übt Red Bull die Boxenstopps schwerelos?

In der Formel-1-Weltmeisterschaft kam Red Bull 2019 nicht an Rivale Mercedes vorbei. Bei den Boxenstopps stellt der Austro-Rennstall aber die Rekord-Crew – und geht jetzt neue Wege in der Schwerelosigkeit.
Drei Mal sorgte die Red-Bull-Boxenmannschaft in der Saison 2019 für eine Rekordmarke. Zunächst gelang in Silverstone in 1,90 Sekunden der bis dahin schnellste Boxenstopp der Motorsport-Königsklasse. In Hockenheim wurde die Bestmarke auf 1,88 Sekunden hinunter geschraubt, seit Sao Paulo liegt der Rekord bei unfassbaren 1,82 Sekunden – mit ein Grund für den Sieg von Max Verstappen in Brasilien.

Nun geht der Rennstall im Training neue Wege – und schreibt erneut Geschichte. Als erstes Formel-1-Team wagte sich Red Bull in die Schwerelosigkeit und probierte einen Boxenstopp völlig losgelöst von der Erdanziehungskraft.

Wie das geht? Die Boxencrew reiste inklusive Boliden und Ausrüstung zur russischen Raumfahrtagentur Roscosmos. Dort ging es an Bord einer Ilyushin Il-76 MDK, ein Riesen-Transportflugzeug, das zur Kosmonauten-Ausbildung verwendet wird. Dann ging es hinauf auf 10.000 Meter Höhe – und in den Parabel-Flug. Das Flugzeug steigt im 45-Grad-Winkel, um dann im steilen Bogen zu sinken. Das Ergebnis: 22 Sekunden Schwerelosigkeit.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ob der Boxenstopp in der Schwerelosigkeit gelungen ist, zeigt Red Bull in spektakulären Bildern und einem Video. Crew-Koordinator Mark Willis meint: "Mein Magen war in Ordnung, aber ich habe mich gefühlt, als würde mein Kopf explodieren. Es brauchte zwei oder drei Anläufe, um zu verstehen, was überhaupt passiert. Mein Gehirn konnte das nicht gleich verarbeiten. Wir waren an kuriosen Orten und haben einige kuriose Dinge getan – aber das hier ist mit Sicherheit das Kurioseste, und auch das Einzigartigste. Es gibt einfach nichts Vergleichbares."



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