Das Comeback von Kimi Räikkönen nimmt immer konkretere Formen an. Doch wieso will der Weltmeister von 2007 ausgerechnet ein Cockpit beim Absteiger-Team des Jahres?
Sowohl der österreichische Williams-Teilhaber Toto Wolff, als auch Räikkönen selbst . Doch von einer Comeback-Verkündung im Zuge des Grand Prix von Abu Dhabi sind beide Parteien noch weit entfernt, wie der Finne gegenüber dem finnische Turun Sanomat erklärte: "Wir haben mit ihnen gesprochen. Es gibt aber in keine Richtung eine Einigung. Nichts hat sich verändert."
Wie man hört, geht es vor allem ums liebe Geld, Räikkönen kann nur mit Hilfe eines zusätzlichen Sponsors finanziert werden. Doch was veranlasst Räikkönen überhaupt zu Williams wechseln zu wollen? Der britische Traditionsrennstall, der sieben Mal die Fahrer- und neun Mal die Konstrukteurs-WM gewinnen konnte, steckt in der größten Krise der Teamgeschichte.
Gäbe es nicht die drei Neueinsteiger Lotus, Virgin und HRT wäre Williams mit Abstand am letzten Platz der Konstrukteurs-WM - so schlecht waren die Briten noch nie. Das Auto kann es also nicht sein, das Räikkönen zu einem Wechsel veranlasst, denn siegfähig wird Williams wohl auch 2012 nicht sein.
Seine Überlegungen könnten aber auch folgende sein: Anhand von Michael Schumacher hat der "Iceman" gesehen, dass ein Comeback alles andere als leicht ist. Zwar haben sich die Autos seit seinem Ausstieg vor zwei Jahren kaum verändert, doch Räikkönen nennt das Problem beim Namen: "Die Reifen sind der größte Unterschied." Die brachten bereits "Schumi" zur Verzweiflung.
Räikkönen könnte Williams nur als Zwischenstation seiner zweiten Formel-1-Karriere sehen. Er fährt ein Jahr lang für ein Team, wo keiner große Erwartungen in ihn setzt und er sich in Ruhe wieder eingewöhnen kann. Danach wechselt er zu einem Top-Team. Da wäre Red Bull sein erster Ansprechpartner. Dietrich Mateschitz hat ihm bereits seine Rallye-Einsätze finanziert. Und Mark Webbers Vertrag läuft nur noch bis Ende 2012...
Markus Miksch