Im Raum Enns, Asten und Pichling sorgten am Mittwochabend ab etwa 19.30 Uhr mehrere tieffliegende Hubschrauber für Aufsehen. Mit ohrenbetäubendem Lärm kreisten die Helikopter immer wieder auch bei Wohnsiedlungen über die Donauauen.
Zahlreiche Anrainer waren verunsichert, im Netz fragten User: "Was ist da los?". Es wurden rasch Mutmaßungen aufgestellt, dass im nahen Forensisch-therapeutischen Zentrum in Asten jemand ausgebrochen sein könnte. "Heute" fragte bei den Behörden nach.
"Von uns ist in dem Raum kein Helikopter unterwegs", so ein Polizeisprecher. Vielmehr könne es sich um eine Übung des Österreichischen Bundesheeres handeln. Ein Sprecher bestätigte am Abend: "Es findet derzeit eine Übung in ganz Oberösterreich statt." Es sei also nicht unwahrscheinlich, dass die Helikopter Teil dieses Trainings sind.
Rund 30 Soldaten vom Jagdkommando des Bundesheeres üben beispielsweise von 24. bis 28. November im Raum Ennsleite und im Industriegebiet Steyr. Sie sind mit sieben Fahrzeugen unterwegs. Geplant ist dabei unter anderem auch der Einsatz von tief fliegenden Militärhubschraubern sowie Landungen direkt im Übungsgebiet. Dabei kommt es laut dem Portal "e-steyr.com" auch zum Einsatz von Knall-, Leucht-, Signal-, Flinten- und Markiermunition.