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Was wir ab Donnerstag noch dürfen – und was nicht

Mit der verordneten "Osterruhe" für Ostösterreich ändert sich das Alltagsleben ab Donnerstag wieder entscheidend. Dabei bleibt es aber nicht.

Rene Findenig
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Chillen mit Freunden am Donaukanal? Wird ab der Osterruhe schwierig – und sinnvoll ist es sowieso nicht.
Chillen mit Freunden am Donaukanal? Wird ab der Osterruhe schwierig – und sinnvoll ist es sowieso nicht.
Hans Punz / APA / picturedesk.com

Die Corona-Zahlen steigen und steigen, die österreichische Regierung reagiert mit einer "Osterruhe" für die Ostregion. Das bedeutet eine Art harter Kurz-Lockdown für Wien, Niederösterreich und das Burgenland. Ab 1. April gilt hier: Harte Ausgangssperre rund um die Uhr mit den wenigen bekannten Ausnahmen, Geschäfte bis auf jene zur Deckung des notwendigen Lebensbedarfs werden geschlossen, FFP2-Pflicht kommt im Büro, in Innenräumen mit mehr als einer Person und im Freien bei Menschenmassen und es gibt strenge Einreisekontrollen.

Gastro-Öffnung komplett abgeblasen

Die Gastro-Öffnung ist abgesagt, Hotels und Gastronomie sind geschlossen, auch die Schanigärten bleiben zu. Was für ganz Österreich gilt: Erreicht ein Bezirk die Inzidenz von 400, werden zwischen dem jeweiligen Bundesland und dem Gesundheitsministerium maßgeschneiderte Maßnahmen gesetzt. Nach den Osterferien bleiben die Schulen eine Woche im Distance Learning, PCR-Tests bei Kindern und Lehrern sind zum Schulstart verstärkt geplant. Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 400 oder mehr soll es zu Schulschließungen kommen, Kindergärten haben allerdings offen.

"Osterruhe" soll bereits jetzt gelten

Nach dem 6. April sind dann Eintrittstests für den Handel geplant – Einkaufen gehen soll nur, wer über ein negatives Testergebnis verfügt. Die dazu notwendige Verordnung steht allerdings noch aus – ebenso wie die Regelung, wie es eigentlich mit Oster-Besuchen bei Verwandten aussieht. Die "Osterruhe" solle, obwohl sie erst am 1. April in Kraft tritt, bereits ab sofort eingehalten werden, appelliert Gesundheitsminister Rudi Anschober: "Warten wir nicht darauf, sondern starten wir die Osterruhe mit unserem Handeln in ganz Österreich schon jetzt. Wir alle sind Teil der Lösung!"

Neue Verhaltensregeln aufgestellt

Außerdem stellt er neue Verhaltensregeln auf: Verzichten wir auf Reisen während der Osterfeiertage! Verringern wir unsere Kontakte ab sofort auf das Notwendigste (nur dringend erforderliche Einkäufe und Besuche, Homeoffice, wo immer möglich)! Was es unbedingt braucht, machen wir mit bestmöglichem Schutz: Mindestabstand, FFP2-Maske und Testung", so der Gesundheitsminister. Unklar ist, ob nicht auch die übrigen Bundesländer in die "Osterruhe" geschickt werden – jüngst hatte dies die Ampelkommission aufgrund der hohen Inzidenz-Zahlen im Land ausdrücklich gefordert.

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    Persistente Fatigue: 39 - 73 Prozent der untersuchten Personen
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