Starkregen, heftige Gewitter und kräftige Sturmböen haben am Donnerstag erneut Teile der Oberen Adria getroffen. Von Italien bis Kroatien sorgte das Unwetter für Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und zahlreiche Einsätze.
Eine Kaltfront zog über Friaul-Julisch Venetien und den Osten Venetiens. In Grado wurden Windspitzen von bis zu 84 km/h gemessen. Bereits bis Mittag gingen beim regionalen Zivilschutz zahlreiche Notrufe ein.
Besonders betroffen waren neun Gemeinden, darunter Latisana, Triest, Udine und Lignano Sabbiadoro. Wassermassen sorgten auf den Straßen für erhebliche Verkehrsbehinderungen, zahlreiche Bäume stürzten um.
Auch der bei Österreichern beliebte Urlaubsort Bibione bekam die Unwetter zu spüren. Dort wurden Geschäfte überflutet.
In Jesolo zog ein schweres Gewitter über den Bereich des Lido. Feuerwehr, Stadtwerke und Polizei waren mit zahlreichen Einsätzen beschäftigt.
Drei große Pinien hielten dem Unwetter nicht stand. Eine davon stürzte am frühen Morgen auf ein Geschäft in der Via dei Pioppi und beschädigte es. Weitere Bäume fielen hinter der Piazza Marina sowie in der Via Volta um. Mehrere Straßen und Plätze standen unter Wasser.
Auch auf der anderen Seite der Adria zeigte das Wetter seine Kraft. Aus Istrien wurden am Donnerstag heftige Regenfälle gemeldet. Vor der kroatischen Hafenstadt Rovinj bildete sich eine gewaltige Wasserhose, die auf Video festgehalten wurde.
Für die Gegend rund um Rijeka und die Kvarner-Bucht galt am Donnerstag Warnstufe Orange. Dort besteht weiterhin die Gefahr von Unwettern mit Starkregen und stürmischem Wind.
Bereits in der Vorwoche hatten schwere Unwetter die Adriaküste getroffen. In Latisana kam dabei eine Frau ums Leben, nachdem sie mit ihrem Auto in einer überfluteten Unterführung eingeschlossen worden war.