Mark Webber hat am Donnerstag seinen Rücktritt aus der Formel 1 mit Saisonende bekanntgegeben. Er wird 2014 mit Porsche in der Sportwagen-WM starten - Höhepunkt: Die 24 Stunden von Le Mans. Dort wollte der Australier nach seinem Horror-Crash eigentlich nie wieder antreten.
Mark Webber hat am Donnerstag seinen starten - Höhepunkt: Die 24 Stunden von Le Mans. Dort wollte der Australier nach seinem Horror-Crash eigentlich nie wieder antreten.
12. Juni 1999 - dieser Tag ist für Mark Webber ein zweiter Geburtstag. Vor 14 Jahren schrieb der damals noch weitgehend unbekannte Australier internationale Schlagzeilen. Im Warmup für das 24-Stunden-Rennen hob sein Mercedes-Prototyp auf der Mulsanne-Gerade bei Tempo 300 ab, und landete nach mehreren Überschlägen in einem Waldstück (siehe Video).
Webber überlebte den Horror-Crash ohne gröbere Verletzungen - auch weil das Stück, auf dem er gelandet war, erst kurz vor dem Rennen gerodet wurde. Untersuchungen nach dem Rennen ergaben einen Konstruktionsfehler beim Unterboden des Mercedes. Der Wagen hatte durch die Luftverwirbelungen des Vorherfahrenden zu viel Unterluft bekommen und hob dadurch ab.
Der aufstrebende Sportwagenpilot schwor sich damals, dass er nie wieder nach Le Mans zurückkehren würde. Im Jahr darauf wechselte er in die Formel 3000 ehe er es 2002 über diese Nachwuchsklasse in die Formel 1 schaffte. Nach zwölf Saisonen und neun Siegen in der Königsklasse ist für Webber Schluss. Red Bull und der 36-Jährige beenden die Zusammenarbeit mit Jahresende.
Webber lehnte Angebote ab
Der zweifache WM-Dritte hätte aber durchaus noch in der Formel 1 verweilen können - er hatte Angebote, allerdings nicht von Top-Teams. "Da die Formel 1 für 2014 nicht auf meinem Radar war, habe ich mich damit nicht befasst", so der Australier. Das Porsche-Angebot war für Webber sehr verlockend. Die Traditionsmarke kehrt 2014 in die Sportwagen-WM (WEC) zurück.
"Habe mit Le Mans Rechnung offen"
Saisonhöhepunkt dieser Serie ist allerdings Le Mans. Doch über die Jahre sieht Webber seinen Crash von 1999 nicht mehr so tragisch. "Ich akzeptiere es, dass der Motorsport gefährlich ist, doch Le Mans ist eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt und um ehrlich zu sein, habe ich dort noch eine Rechnung offen", erklärte der Noch-Red-Bull-Pilot.
Dass ausgerechnet am vergangenen Wochenende ein Pilot , stimmte Webber nicht mehr um: "Wie wir erst kürzlich gesehen haben, kann Le Mans grausam sein, doch gleichzeitig ist es eine ungeheuer große Verlockung. Diese macht einen Teil der Faszination aus."