Sonne, frühsommerliche Temperaturen – und überall werden jetzt Pools befüllt. Was nach perfektem Start in die Badesaison klingt, bringt Oberösterreichs Wasserversorgung regional an ihre Grenzen.
"Der Pool gehört für viele zum Sommer dazu. Aber wenn in einer Gemeinde plötzlich alle gleichzeitig große Mengen Wasser brauchen, kann es eng werden", warnt Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne). Klar ist für ihn auch: "Unser Trinkwasser ist keine unendliche Ressource."
Gerade in kleineren Orten könne der Verbrauch an warmen Tagen massiv nach oben schnellen. Wenn viele gleichzeitig den Hahn aufdrehen, geraten Leitungen an ihr Limit – der Druck sinkt. Im Extremfall fehlt Wasser dann dort, wo es dringend gebraucht wird, etwa in Haushalten oder bei Feuerwehreinsätzen.
Um das zu verhindern, setzen viele Gemeinden bereits auf Online-Kalender. Damit soll verhindert werden, dass Hochbehälter gleichzeitig geleert werden und die Versorgung kippt.
Kaineder verweist auch auf Alternativen: "Ein Naturbadeteich bringt Abkühlung und gleichzeitig ein Stück Natur in den eigenen Garten." Zudem müssten diese nicht ständig neu befüllt werden: "Und er hilft mit, dass unser Trinkwasser verfügbar bleibt."