Aufregung in Margareten

Wegen Budgetdruck – Stadt stoppt Bau von Volksschule

Eigentlich hätte in der Castelligasse im 5. Bezirk ab 2026 eine neue Volksschule gebaut werden sollen. Doch das Projekt wurde nun auf Eis gelegt.
Hannah  Maier
05.03.2026, 05:30
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Eigentlich hätte ab Herbst 2026 in der Castelligasse (Wien-Margareten) eine neue Volksschule samt Schule für inklusive Pädagogik entstehen sollen. Doch jetzt wird daraus vorerst nichts: Die Stadt Wien hat den Ausbau aus Budgetgründen gestoppt.

"Das Projekt ist beinahe fertig geplant, es wäre alles angerichtet für eine neue, moderne Schule. Aber die Baumaschinen werden nicht kommen", teilt Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) mit. Und weiter: "Ich habe zwar großes Verständnis für die budgetäre Situation der Stadt Wien, aber hier wird wieder einmal am falschen Ort gespart. Gerade im innerstädtischen Bereich brauchen wir dringend mehr Schulplätze. Der Bedarf ist offenbar gegeben."

Sparzwang könnte weitere Standorte treffen

Die zuständige MA 56 (Wiener Schulen) bestätigt den Baustopp. "Aufgrund der aktuellen budgetären Rahmenbedingungen müssen geplante Schulbauvorhaben laufend an die finanzielle Gesamtsituation angepasst werden. Das betrifft auch den Standort 5., Castelligasse 9. Derzeit kann das Projekt nicht, wie ursprünglich vorgesehen, umgesetzt werden", heißt es auf "Heute"-Anfrage.

Planung war fast abgeschlossen

Heuer sollen noch die Einreichplanung fertiggestellt und die baubehördliche Genehmigung eingeholt werden. Ob und wann das Vorhaben in der Castelligasse 9 realisiert werden kann, hänge von der weiteren budgetären Entwicklung ab, "die in regelmäßigen Abständen neu bewertet wird", teilt die MA 56 mit.

"Wenn man ein Projekt stoppt, das kurz vor der Umsetzungsreife steht, verliert man nicht nur Jahre – man riskiert auch, dass bereits investierte Mittel und Vorarbeiten entwertet werden. Das kann sich die Stadt am Ende genauso wenig leisten", kritisiert Luxenberger.

Bezirk fordert klare Perspektive

"Wir reden hier nicht über ein Nice-to-have, sondern über Bildung, Inklusion und die Zukunft von Kindern in einem Bezirk, der kaum freie Flächen hat. Wenn wir hier nicht investieren, wird es später teurer – und vor allem schwieriger", so der Bezirkschef.

Die MA 56 betont währenddessen, dass die Stadt verantwortungsvoll mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehe und sicherstelle, dass Bildung auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen höchste Priorität behält. "Grundsätzlich bleibt es das Ziel der Stadt Wien, den ambitionierten Schulbau weiterzuführen. Ein Eingriff in bereits laufende Bautätigkeiten ist nicht vorgesehen. Der Schulbetrieb ist auch weiterhin an allen Standorten gesichert", heißt es.

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