Ein Routineflug wurde in Innsbruck plötzlich zur heiklen Situation: Eine Maschine der Austrian Airlines musste den Start abbrechen, nachdem im Cockpit widersprüchliche Geschwindigkeitswerte angezeigt wurden – das berichtet das Portal "Austrian Wings".
Der Embraer E195 war zuvor problemlos von Wien nach Mailand und wieder zurück geflogen, ehe es weiter nach Innsbruck ging. Dort sollte der Jet am Nachmittag wieder nach Wien abheben. Rund 100 Passagiere sowie fünf Crewmitglieder befanden sich an Bord.
Beim Startlauf fiel den Piloten beim sogenannten "80-Knoten"-Check auf, dass die Anzeigen nicht übereinstimmten. Ohne zu zögern wurde der Start abgebrochen, die Maschine kehrte zur Parkposition zurück. Für die Passagiere wurde eine Ersatzmaschine organisiert.
Als Ursache gilt ein verstopftes Pitot-Rohr. Diese Sensoren liefern wichtige Daten für die Geschwindigkeitsanzeige im Cockpit. Sind sie blockiert, können falsche Werte angezeigt werden - ein Startabbruch ist in so einem Fall vorgeschrieben.
Der Vorfall zeigt, wie wichtig diese Sicherheitschecks sind. Ein ähnliches Problem hatte 1996 fatale Folgen: Damals setzten Piloten einer Boeing 757 trotz fehlerhafter Anzeigen den Start fort. Wenige Minuten später kam es zum Absturz, bei dem 189 Menschen ums Leben kamen.