Er lief bis zum Umfallen: Günther Weidlinger kollabierte beim Düsseldorf-Marathon zwei Mal. Bei Kilometer 23 brach Österreichs Rekordläufer zusammen. Er raffte sich wieder auf, kämpfte weiter, sackte aber nur zwei Kilometer später wieder zusammen. Sein Vater und Coach Heinrich zog die Notbremse: Es war zu gefährlich.
Der Lauf-Floh (54 kg) ging mit großen Plänen ins Rennen. Weidlinger wollte das Olympia-Limit knacken und erstmals unter 2:10 Stunden laufen. Am Ende lag er ausgepumpt im Zelt des Roten Kreuzes - Kreislaufkollaps! Die Hitze (27 Grad) stoppte den Oberösterreicher - obwohl er zur Halbzeit (1:05:45 Stunden) noch auf Olympiakurs gelegen war.
Im kühlen Hotelzimmer erholte sich Weidlinger von den Strapazen. Mein Körper kam mit der Hitze nicht zurecht. Bitter, denn ich habe mich ein halbes Jahr gezielt auf dieses Rennen vorbereitet.
Sein ungutes Gefühl äußerte Weidlinger bereits vor dem Start. Der Wettergott meint es mit den Grillern gut, auf uns Marathonläufer vergisst er aber, schrieb er auf seiner Website.