Der Weltfußballer des Jahres heißt zum zweiten Mal in Folge Lionel Messi. Der argentinische Superstar des FC Barcelona setzte sich in der vom Weltverband (FIFA) und vom Fachmagazin "France Football" durchgeführten Wahl vor seinen Clubkollegen Xavi und Andres Iniesta durch.
Überraschung in Zürich: Nicht einer der spanischen Weltmeister, Andres Iniesta oder Xavi, sondern Argentinien-Star Lionel Messi wurde von Teamchefs und Kapitänen der FIFA-Mitgliedsverbände zum Weltfußballer 2010 gekürt.Trainer des Jahres ist Jose Mourinho (Por).
Mit 22,65 % Stimmen klarer Sieger
Messi nahm die Ehrung gerührt am Abend im Kongresshaus Zürich entgegen. Obwohl er mit Argentinien bei der WM in Südafrika im Viertelfinale an Deutschland gescheitert war, setzte sich Messi bei der Abstimmung mit 22,65 Prozent der Stimmen etwas überraschend gegen seine Vereinskollegen und spanischen Weltmeister Andres Iniesta (17,36) und Xavi (16,48) durch.
„Das habe ich wirklich nicht erwartet. Diese Auszeichnung teile ich mit meinen Teamkollegen, ohne die ich nicht so weit gekommen wäre“, sagte Messi, der den begehrten Titel nach 2009 bereits zum zweiten Mal erringen konnte.
Imposant: Alle drei nominierten Kicker kommen von Spaniens Meister Barcelona, wurden in der Nachwuchs-Akademie
„La Masia“ ausgebildet. „Deshalb gebührt die Auszeichnung auch dem Verein“, meinte Messi.
Junger Abräumer
Messi erzielte für Barca bereits mehr als 150 Tore, davon über 100 in der spanischen Liga. Mit dem Club gewann er trotz seiner erst 23 Jahre schon 13 Titel, darunter zweimal die Champions League, einmal die Club-WM und viermal die Meisterschaft.
Zur Weltfußballerin des Jahres wurde zum fünften Mal en suite die Brasilianerin Marta gekürt, die Auszeichnung für den Trainer des Jahres 2010 ging an Jose Mourinho. Der türkische Nationalspieler und Bayern-München-Kicker Hamit Altintop ist für seinen spektakulären Volleytreffer im EM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan mit dem FIFA Puskás-Preis für das schönste Tor des Jahres ausgezeichnet worden.