"Titel hat mich erschreckt"

Weltuntergang! So düster wird heuer die Klangwolke

Kriege, Klimakrise und ein Rekordsommer: Die Klangwolke blickt heuer tief in den Abgrund. Nur Linz soll die Apokalypse möglichst überstehen.
Lea Strauch
26.08.2026, 08:14
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Schon der Titel "ATTheENDLinz" ließ bei Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) kurz die Alarmglocken schrillen: "Der hat mich als Bürgermeister am Anfang schon ein bisschen erschreckt", schmunzelt er bei der Pressekonferenz am Dienstag. Mittlerweile kann er dem drohenden Weltuntergang aber auch etwas abgewinnen: "Wenn am Schluss dann Linz übrig bleibt, ist das für mich recht."

Mächtige Show: die Klangwolke im vergangenen Jahr.
LIVA/Christian Herzenberger

Das Ende ist erst der Anfang

Am Samstag, 12. September, verwandelt sich der Donaupark ab 20.30 Uhr in eine Landschaft zwischen Untergang und Neubeginn. Nach einem Sommer voller extremer Hitze dreht sich alles um die großen Krisen unserer Zeit: "Gerade nach diesem Jahrhundertsommer ist es genau die richtige Zeit, Fragen zu stellen, die der Gegenwart auf den Grund gehen", sagt Norbert Trawöger, künstlerischer Leiter des Brucknerhauses.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Regisseur Felix Breisach verlegt dafür kurzerhand den Weltuntergang an die Donau. Das Ganze soll aber keine zweistündige Depression unter freiem Himmel werden. "Das Szenario bleibt nicht im Untergang stecken, alles andere als das", verspricht er.

"Es wird laut und mächtig"

Eine fertige Lösung oder Moral will Breisach dem Publikum allerdings nicht vorsetzen: Jeder soll sich seine eigene Geschichte daraus machen. Leise wird die Apokalypse jedenfalls nicht. "Es wird laut und es wird mächtig werden", kündigt der Regisseur an. Musik, Videos, Licht und Originalgeräusche sollen für mächtige Untergangsstimmung sorgen.

Spektakulärer Mittelpunkt: "Wir haben ein Riesenschiff mit LED-Bänden von 42 Meter Breite und acht Meter Höhe." Darauf nimmt das Bruckner Orchester Platz. Weitere kleinere Schiffe bewegen sich rund um die schwimmende Bühne. Für das Orchester ist es laut dessen künstlerischem Direktor Daniel Hochreiter "wahrscheinlich die außergewöhnlichste Bühne, auf der das Bruckner Orchester jemals gesessen ist".

Die Apokalypse hofft auf Sonnenschein

Einen möglichen Gegner kann selbst das große Weltuntergangs-Szenario nicht bezwingen: schlechtes Wetter. "Wir brauchen dringend gutes Wetter, damit das alles funktioniert", sagt Breisach. Für Regen und Wind wurden zwar Alternativszenarien vorbereitet – Orchester und Instrumente müssen auf dem Schiff aber entsprechend geschützt werden.

Schon von 7. bis 11. September stimmt eine kostenlose Klangwolkenwoche mit Gesprächen, Musik, Filmen und Lesungen auf das große Finale ein. Und sollte nach dem großen Weltuntergang tatsächlich noch etwas von Linz übrig sein, wird nicht lange gefackelt: Am Tag nach der Klangwolke beginnt das Brucknerfest.

{title && {title} } Lstr, {title && {title} } 26.08.2026, 08:14