"Ich bin auf Arbeitssuche, habe drei Kinder, es ist finanziell wirklich schwierig", erzählt die 44-jährige Iman im Gespräch mit "Heute". Am Monatsende bleibe ihr kein Geld mehr übrig, oft müsse sie sich etwas ausleihen.
Wie Iman geht es vielen Müttern, Vätern und auch Kindern, die zum Osterbesuch in den Sozialmarkt Pillergasse des Samariterbundes Wien kamen. Während Ostern für viele mit Geschenken und Süßigkeiten verbunden ist, sieht der Alltag für armutsbetroffene Familien oft anders aus.
Umso größer war die Freude bei der Ostereiersuche, die heuer bereits zum 17. Mal stattfand: Kinder von Kunden konnten versteckte Eier suchen und diese anschließend gegen kleine süße Überraschungen eintauschen. Auch der Osterhase war vor Ort und stand für Fotos mit den Kleinsten zur Verfügung.
Begleitet wurde die Aktion unter anderem von Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht (SPÖ): "Rudolfsheim-Fünfhaus steht für Vielfalt und Inklusion. Deshalb ist Ostern eine sehr gute Gelegenheit, dies auch zu zeigen und zu leben. Der Sozialmarkt in der Pillergasse ist gerade für Menschen mit kleinem Geldbörsl ein wichtiger Nahversorger. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer vom Samariterbund wäre dies nicht möglich", so der Bezirkschef.
"Feiertage machen besonders schmerzhaft deutlich, was es für eine Familie bedeutet von Armut betroffen zu sein. Darum verteilt der Osterhase in allen unseren fünf Sozialmärkten kleine Geschenke und bunte Eier, um auch Kindern aus armutsgefährdeten Familien eine kleine Freude bereiten zu können", ergänzt Geschäftsführer Oliver Löhlein.
Die Sozialmärkte des Samariterbunds richten sich an Menschen mit geringem Einkommen. Sie können dort Lebensmittel und Hygieneartikel deutlich günstiger erwerben. Aktuell nutzen rund 26.000 Kunden dieses Angebot, das auch Sozialberatung umfasst.
Einkaufen darf, wer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Diese liegen etwa bei 1.661 Euro für Einzelpersonen oder 2.492 Euro für zwei Personen pro Jahr (jeweils 12-mal jährlich), zuzüglich eines Betrags pro Kind.