43 Menschen starben 2025 auf Tirols Straßen, elf mehr als im Jahr davor! Gleichzeitig nimmt Alkohol am Steuer wieder zu. Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) zeigte sich am 21. Jänner in Innsbruck offen für eine Senkung der allgemeinen 0,5-Promillegrenze. Zwar sei das Thema "bundespolitisch", eine Diskussion darüber aber "auf allen Ebenen begrüßenswert", sagte Zumtobel bei der Pressekonferenz.
Die Jahresbilanz der Verkehrspolizei liest sich wie ein Warnsignal. 2025 kamen 43 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 2024 waren es noch 32. Auch die Unfälle mit Verletzten stiegen deutlich: 4.084 Fälle wurden registriert, insgesamt 4.976 Personen wurden verletzt.
"Hauptursache dafür seien – wie schon im Jahr zuvor – mit 35 Prozent Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung am Steuer, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit", erklärte Landespolizeidirektor Helmut Tomac. Alkohol und Drogen landeten erneut unter den Top-Unfallursachen.
Besonders heikel sind die aktuellen Kontrollzahlen. Mehr als 200.000 Alkoholtests wurden 2025 durchgeführt, in 3.557 Fällen wurde eine Beeinträchtigung festgestellt. 2024 waren es noch 3.454.
"Diese Zahl ist insgesamt signifikant", betonte Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung. Alkohol und Drogen lagen auch 2025 auf Platz drei der Unfallursachen. Der "Kampf gegen Alkohol und Drogen am Steuer" werde daher 2026 konsequent fortgesetzt.
Aktuell gilt in Österreich eine allgemeine 0,5-Promillegrenze. Für Fahranfänger in der Probezeit sowie für Lkw- und Buslenker (Führerscheinklassen C und D) liegt die Grenze bereits bei 0,1 Promille. Neu ist außerdem: Künftig gilt auch für E-Scooter-Fahrer eine 0,5-Promillegrenze. Für Zumtobel ist klar: "Wenn man trinkt, soll man kein Fahrzeug lenken." Die neue Regelung für E-Scooter sei "ein erster richtiger Schritt".