Spaniens Teamchef Luis de la Fuente geht mit großem Respekt in das WM-Sechzehntelfinale gegen Österreich (Donnerstag, 21 Uhr). Der 65-Jährige lobte das ÖFB-Team auf der Pressekonferenz in Los Angeles, sieht seine Mannschaft aber bestens vorbereitet.
"Österreich ist eine sehr aggressive und zielstrebige Mannschaft", erklärte de la Fuente. "Uns erwarten viele Zweikämpfe, darauf werden wir vorbereitet sein."
Besonders beeindruckt zeigt sich der Europameister-Trainer von der Spielweise der Elf von Ralf Rangnick. "Die österreichische Schule steht für Disziplin, Kraft, körperliche Stärke und Lufthoheit. Mit dem Nationalteam haben sie das noch weiterentwickelt. Sie spielen mit enorm hoher Intensität."
Vor allem das konsequente Pressing hob der Spanier hervor. "Sie haben die richtigen Spieler dafür. Dieser Stil passt perfekt zu ihnen."
Dennoch will Spanien seiner eigenen Philosophie treu bleiben. "Wir werden sehen, welcher der beiden sehr unterschiedlichen Spielstile sich durchsetzt", sagte de la Fuente. Sollte sich Österreich tief zurückziehen, müsse seine Mannschaft geduldig bleiben. "Wenn wir in ihren Strafraum kommen, brauchen wir Präzision. Wir erspielen uns Chancen, müssen sie aber auch nutzen."
Positiv stimmt den Teamchef der Fitnesszustand von Lamine Yamal. Der Jungstar, der vor dem Turnier mit einer Oberschenkelverletzung zu kämpfen hatte, ist laut de la Fuente wieder voll einsatzfähig. "Lamine kann so lange spielen, wie wir ihn brauchen. Wir waren bei seiner Rückkehr geduldig."
Auch seine zuletzt kritisierten Mittelfeldspieler Rodri und Pedri nahm der Trainer in Schutz. "Ich sehe, wie sie sich ständig verbessern. Es ist ein langes Turnier mit vielen Reisen, aber beide sind inzwischen in einer sehr guten Verfassung."
Das große Ziel der Spanier bleibt der Einzug ins Finale. "Frankreich gehört zu den Topfavoriten aber wir auch. Wir gehen Schritt für Schritt. Das Wichtigste ist jetzt Österreich."
Trotz der jüngsten WM-Überraschungen bleibt de la Fuente optimistisch. Spanien hat seit dem WM-Titel 2010 kein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft mehr gewonnen. "Diese Mannschaft ist es gewohnt, Rekorde zu brechen. Vielleicht beenden wir auch diese Serie."
Mit Blick auf ein mögliches Elfmeterschießen fühlt sich "La Roja" ebenfalls gerüstet. "Einen Elfmeter zu schießen ist kein Zufall. Wir haben dafür Spezialisten und haben uns auf alle Szenarien vorbereitet. Jetzt müssen wir es nur noch auf dem Platz zeigen."