Österreichs Spiel des Jahres

Spanien wartet! "Alle brennen brutal auf das Spiel"

Österreichs Fußball-Nationalteam bekommt sein Spiel des Jahres. Im WM-Sechzehntelfinale geht es gegen Spanien. Da sind alle heiß darauf.
Sport Heute
30.06.2026, 23:46
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Der Schock vom Zitter-Aufstieg nach dem 3:3-Remis im äußerst kurios verlaufenen Spiel gegen Algerien ist verdaut. Nach dem Treffer von Riyad Mahrez war die Elf von Ralf Rangnick in der 93. Minute bereits ausgeschieden. Es brauchte das Kopf-Tor von Sasa Kalajdzic in der 96. Minute des Spiels, um den Ausgleich zu erzielen, um Österreichs Team doch noch in die K.o.-Phase zu befördern – schon jetzt ein Stück rot-weiß-rote Fußball-Geschichte.

All die Ereignisse von Kansas City konnte das ÖFB-Team am freien Montag verarbeiten. Tags darauf wurde im Teamcamp in Santa Barbara wieder vollzählig trainiert. Alle 26 Kaderspieler liefen über den Rasen des Harder Stadiums der Universität von Santa Barbara. Es war die letzte Session vor dem finalen Training am Mittwoch. Dann geht es mit dem Bus ins rund zwei Autostunden entfernte Los Angeles, wo am Donnerstag (21 Uhr österreichischer Zeit) der Sechzehntelfinal-Schlager gegen Spanien, gegen den amtierenden Europameister, wartet.

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"Brennen brutal auf das Spiel"

"Ein K.o.-Spiel bei der WM gab es für Österreich schon lange nicht. Wir wissen, dass es eine riesige Chance ist, Geschichte zu schreiben. Das, was wir aufgebaut haben über die letzten Jahre auch weiterzuführen", erklärte der variabel einsetzbare Außenverteidiger Phillipp Mwene, der sich bewusst war: "Das kommt frühestens in vier Jahren wieder. Alle brennen brutal auf das Spiel. Ich spüre mehr Vorfreude als Nervosität. Wir wollen es genießen." Das unterstrich auch Mittelfeldspieler Florian Grillitsch. "Wir werden alles geben, uns gut vorbereiten", so der Braga-Legionär, der seinen Klub nach der WM verlassen wird.

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"Der Trainer hat uns heute noch einmal gesagt, dass wir die schwerste Gruppe von allen hatten. Wir könnten glücklich sein, dass wir weiter sind. Aber ich glaube auch, dass wir noch nicht unser wahres Gesicht gezeigt haben, wie wir es in der Quali oder bei der EM hatten", meinte Mwene. "Woran das liegt, ist schwer zu sagen. Es ist ein riesen Event, vielleicht ist da auch Nervosität dabei. Aber wir müssen uns darauf besinnen, was uns hierher gebracht hat, was wir alles mit unserem Spielstil erreicht haben. Wir müssen an unsere Stärken anknüpfen", ergänzte der Außenverteidiger in Diensten von Mainz. "Ich glaube, dass wir Spanien am ehesten ärgern können, wenn wir unser hohes Pressing auf den Platz bringen", betonte Mwene.

"Hat uns brutal zusammengeschweißt"

Grillitsch sah da einen anderen Grund, warum das Pressing gerade im letzten Spiel nicht so recht funktionierte: "In Kansas City hatte es drückende Hitze. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass wir körperlich schlechter sind als in den Monaten zuvor", so der 30-Jährige, schob an: "Jeder wird rennen, bis er umfallt."

Stattdessen schöpfen die rot-weiß-roten Teamspieler neue Kraft aus dem späten Treffer gegen die algerischen "Wüstenfüchse". "Nach dem Ausgleich war es pure Ekstase. Was uns bewusst geworden ist:  Dass es schnell gehen, schnell vorbei sein kann. Ich glaube aber, dass es mental sehr gut für uns war, wenn man ein so positives Ergebnis hatte am Ende", meinte Grillitsch. Und Mwene ergänzte: "Es hat gezeigt, dass alles möglich ist, egal, wie aussichtslos die Situation erscheint. Auch wenn Spanien ein scheinbar übermächtiger Gegner ist, haben wir die Chance, weiterzukommen und zu gewinnen. Dieses Spiel hat uns einfach nochmal brutal zusammengeschweißt."

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