Weshalb Pfizer-Geimpfte mehr Impf-Durchbrüche haben

Vermehrte Impfdurchbrüche bei Pfizer-Geimpften lassen Zweifel an der Wirksamkeit aufkommen.
Vermehrte Impfdurchbrüche bei Pfizer-Geimpften lassen Zweifel an der Wirksamkeit aufkommen.Getty Images/iStockphoto
In Studien schnitt der Moderna-Impfstoff besser ab als jener von BioNTech/Pfizer. Wurde Pfizer überschätzt?

Israel hat vor Kurzem mit dem Impfstart der dritten Auffrischungsimpfung begonnen. Mitunter ein Grund dafür sind die Infektionszahlen, die auch im Vorzeigeimpfland wieder steigen. 

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Neuinfektionen, aber auch Impfdurchbrüche sind für das Ansteigen der Zahlen verantwortlich. Da in Israel vor allem  BioNTech/Pfizergespritzt wurde, werden nun wieder Zweifel an dem mRNA-Impfstoff laut. Dennoch sei gesagt, dass alle Impfstoffe vor einem schweren oder gar tödlichen Verlauf schützen.

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Die Vermutung, dass der Pfizer-Impfstoff womöglich nicht so lange wirkt wie die anderen Impfstoffe, liegt nahe. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zitiert dazu eine Studie, die Pfizer mit Moderna vergleicht. Das Ergebnis: "Diese Studie beim Medizinpersonal zeigt recht eindeutig, dass eine Moderna-Impfung bei vorher nicht Infizierten oder bei vorher Infizierten stärker wirkt als BioNTech. Das wird sich bei Durchbruchsinfektionen bemerkbar machen", so Lauterbach.

Die Studie, auf die Lauterbach Bezug nimmt, wurde in XX gemacht.

Diese Studie zeigte, dass jene Teilnehmer, die mit Moderna geimpft wurden, höhere Antikörperspiegel hatten als jene, die mit Pfizer immunisiert wurden. Das betraf sowohl zuvor Infizierte als auch nicht-infizierte Teilnehmer über Alterskategorien hinweg.

Für die unterschiedliche Wirkung haben Forscher zwei mögliche Erklärungsansätze:

1. Der Impfstoff von Moderna ist höher dosiert als Biontech: 100 Mikrogramm Wirksubstanz versus 30 Mikrogramm.

2. Der Abstand zwischen den beiden Impfdosen war im Fall von Moderna länger: vier Wochen versus drei Wochen.

Impfdurchbrüche

Eine andere Studieder Mayo Clinic aus den USA untersuchte Impfdurchbrüche. Dafür analysierten Forscher Daten von Geimpften und Ungeimpften im Zeitraum Januar bis Juli 2021. Das Ergebnis zeigte, dass mit dem Moderna-Vakzin das Risiko eines Impfdurchbruchs zweifach niedriger war als nach der BioNTech-Immunisierung.

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