Der Sommer bringt heuer besonders viele Wespen – für Allergiker kann ein Stich schnell lebensgefährlich werden. In Österreich sind mehr als 300.000 Menschen gegen Wespen- oder Bienenstiche allergisch. Gleichzeitig gibt es derzeit Probleme bei der Versorgung mit einem wichtigen Notfallmedikament.
Adrenalinpens können bei einer schweren allergischen Reaktion entscheidend sein. Doch genau diese Pens sind aktuell nicht überall problemlos erhältlich. Sabine Hoffmann von der Spitalsapotheke Eisenstadt bestätigt die Lieferprobleme.
"Derzeit gibt es leider Lieferprobleme", erklärt die Pharmazeutin im ORF.
Für Menschen mit einer bekannten schweren Allergie gehört das Notfallmedikament zur Grundausstattung. Neben Adrenalin können im Notfall auch Antihistaminika und Cortisonpräparate eingesetzt werden.
Trotz der Engpässe bemüht sich die Apotheke laut Hoffmann darum, die Versorgung der betroffenen Patienten sicherzustellen.
Wer allergisch auf Wespen- oder Bienenstiche reagiert, sollte seine Notfallmedikamente daher stets griffbereit haben.
Bei einem Wespenstich setzt der Körper große Mengen Histamin frei. Bei Allergikern kann die Reaktion besonders heftig ausfallen. Möglich sind unter anderem ein starker Blutdruckabfall, verengte Atemwege, Übelkeit und Schwindel.
Im schlimmsten Fall kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen.
Eine Allergie muss allerdings nicht für immer bestehen bleiben: Eine Immuntherapie kann dabei helfen, die Überreaktion des Körpers auf das Insektengift gezielt zu behandeln.