Wespen im Gemeindebau – so verzweifelt ist Kosmetik-Boss

In Wien-Hernals nisteten sich Wespen in einem Gemeindebau ein und sorgen dort für Angst und Schrecken. Ein Kosmetik-Studio steht deshalb vor dem Ruin.

Tamara betreibt im 17. Wiener Gemeindebezirk seit vielen Jahren einen Natur- und Kosmetikbetrieb. Doch seit Ende August steht ihr Kosmetik-Salon leer. Aber nicht ganz: Statt ihre Kundschaft im Studio zu bedienen, wird der Salon von Wespen-Schwärmen heimgesucht. Die Tierchen nutzten ein Schlupfloch im Gemeindebau und machen es sich seit knapp zwei Monaten in einer Thermenanlage gemütlich. So strömen die Kurzkopfwesen in das Innere von Tamaras Studio und belagern dieses seither.

Kosmetik-Boss: "Keiner hilft mir!"

Im Gespräch mit "Heute" beschreibt die Kosmetik-Chefin die prekäre Situation: "Ich habe seit Ende August keine Kunden entgegennehmen können, meine Einnahmen sind durch die Wespen-Plage komplett weg. Es sind hunderte von Wespen, die hier herumfliegen oder schon tot sind. Ich darf nicht einmal die Heizung oder Warmwasser einschalten." Die Schönheitspflege-Expertin steht vor dem Aus, denn: Versuche von Wiener Wohnen, die fliegende Gefahr zu beseitigen, scheiterten kläglich.

"Mal kommt der Rauchfangkehrer, der kann aber nichts machen. Dann schauen Kammerjäger vorbei, die dann Schädlingsbekämpfer beauftragen. Und so so geht das eigentlich seit zwei Monaten – keiner hilft mir!", so die Studio-Betreiberin. Aufgeben möchte die Wienerin nicht, doch der finanzielle Schaden ist immens: Durch die fehlende Kundschaft sind mindestens 3.000 Euro verpufft, die Energiepreis-Teuerungen sowie die täglichen Ausgaben lassen den Schuldenberge um weitere tausende Euro wachsen.

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Wiener Wohnen verspricht baldige Hilfe

Auf Anfrage von "Heute" bestätigte eine Wiener-Wohnen-Sprecherin den Vorfall. Am Dienstag sollte das Wespennest entfernt werden. Im Gespräch mit "Heute" erklärte die Pressesprecherin: "Der Rauchfangkehrer wird das Nest vorsichtig entfernen und in der Natur aussetzen. Da das Wespennest noch aktiv war, musste es zuerst durch die Schädlingsbekämpfung vorübergehend stillgelegt werden."

Darüber hinaus soll der Kamin wieder funktionieren und auch die Gasfeuerstätte montiert werden. "Sobald der Endbefund erstellt ist, kann die Warmwasserentnahme wieder ordnungsgemäß erfolgen", so die Wiener-Wohnen-Sprecherin.

Auch die Hoffnung auf finanzielle Unterstützung ist noch nicht verloren: "Eine Mietzinsminderung für den Zeitraum ohne Warmwasser bis zur Fertigstellung der Arbeiten ist selbstverständlich vorgesehen. Über die endgültige Berechnung wird die Mieterin noch schriftlich informiert", stellt Wiener Wohnen klar.

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