Wettbetrug? Ermittlungen gegen Derby-Flitzer

Das Skandal-Derby nimmt immer kuriosere Formen an. Nun ermittelt die Polizei gegen die beiden Rapid-Flitzer. Der Verdacht: Wettbetrug.
In der Nachspielzeit des 325. Wiener Derbys liefen zwei Flitzer von der Familientribüne auf das Spielfeld. Damit verhinderten die beiden "Fans" einen vielversprechenden Konter der Austria, der den Veilchen womöglich den späten Siegtreffer gebracht hätte.

Den Störenfrieden droht jetzt mächtig Ärger. Nicht nur durch den Klub in Form von Stadionverboten und Regressforderungen, sondern auch durch die Polizei. Wie die Krone berichtet, leitete die Polizei Ermittlungen ein, der Vorwurf: Wettbetrug in Form von Spielmanipulation.

Bekannte von Djuricin und Ljubicic?

Die beiden Flitzer sollen nämlich gute Bekannte bei Rapid haben: Dejan Ljubicic und Coach Goran Djuricin. In einem Auszug des Berichts wird einer der beiden Flitzer zitiert. "Ich musste das machen, weil sonst das Tor meines Cousins unnötig gewesen wäre", so Vinko L., der selbst im Unterhaus spielt.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Rapid-Mittelfeldspieler hatte in der 64. Minute per Kopf ausgeglichen. Die beiden Flitzer liefen zu ihm, einer umarmte Ljubicic sogar. Ebenfalls kurios: Dabei verfolgte sie kein einziger Ordner oder Security-Mitarbeiter. Von den Hütteldorfern hieß es, dass diese da schon Richtung Fansektor unterwegs waren.

Laut dem Polizeibericht sollen jetzt die beiden Flitzer und auch die Rapid-Akteure Dejan Ljubicic und Goran Djuricin vernommen werden.

Rapid reagiert auf Vorwürfe

Rapid hat in einer Stellungnahme gegenüber 90Minuten.at auf die Vorwürfe reagiert: "Aufgrund der kursierenden Gerüchte, dass unser Spieler Dejan Ljubicic mit einem der beiden Flitzer vom Wiener Derby nach dessen eigener Aussage verwandt wäre, möchte der SK Rapid wie folgt klarstellen: Nach mehrfacher Rücksprache mit Dejan Ljubicic informieren wir, dass der besagte Vinko L. mit ihm weder bekannt und schon gar nicht verwandt ist. Die Glaubwürdigkeit des vermeintlichen Ljubicic-Cousins ist wohl auch daran zu erkennen, dass er im Umfeld des gestrigen ORF-Interviews noch behauptet hat, weder Ljubicic noch den Spieler der Wiener Austria, von dem er über Umwege Freikarten für das Derby erhalten hat, zu kennen. Laut Recherchen vom ORF-Landesstudio Wien hat auch die Familie des Vinko L. bestätigt, dass kein Verwandtschaftsverhältnis zur Familie von Dejan Ljubicic besteht. Auch Trainer Goran Djuricin ist mit den beiden Flitzern trotz anders lautender Gerüchte weder bekannt und schon gar nicht verwandt!" (wem)

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