"Erst dreht der Atlantik auf, deutlich mildere Luftmassen machen sich weiter nach Norden und Norosten breit. Und zum nächsten Wochenende kommt wohl ein neuer Kaltlufteinbruch auf uns zu." Mit dieser Prognose lässt Meteorologe Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter aufhorchen.
Hintergrund sei eine Verlagerung des Jetstreams, der derzeit auf der iberischen Halbinsel für einen "unglaublich sehr sehr nasser Winter" sorgt. Spanien und Portugal sind von großflächigen Überschwemmungen betroffen, auch Teile Marokkos wurden geflutet.
Laut den Langzeit-Berechnungen der Wettermodelle verschiebt sich der Jetstream bis 20. Februar mehr und mehr nach Südfrankreich. Durch die feuchte Atlantikluft werden Tiefdruckgebiete mit viel Regen herangelenkt, sagt Ruhnau. "Das betrifft im Verlauf der Woche auch mehr und mehr den Südwesten Deutschlands" – und auch Österreich.
In der zweiten Wochenhälfte verlagert sich das Tief weiter Richtung Osteuropa. Auf seiner Rückseite strömt dann Kaltluft aus Skandinavien ein. "Ein neuer Kaltlufteinbruch zeichnet sich derzeit ab."
Kachelmannwetter-Kollege Clemens Grohs prognostiziert für Österreich: "Am Wochenende kommt es zu einem Wintereinbruch samt Schnee bis ins Flachland! Polare Kaltluft aus Nordskandinavien und ein mächtiges Italientief treffen sich über dem Alpenraum."
Selbst Wien könnte ordentlich abbekommen. Das europäische Wettermodell ECMWF errechnet für Samstag "mäßigen Schneefall", vorwiegend in den westlichen Bezirken. Östlich der Innenstadt dürfte der Niederschlag in Schneeregen übergehen.
Am Dienstag überwiegen die Wolken, die Sonne lässt sich am ehesten noch vom Außerfern die Nordalpen entlang bis ins Mariazellerland zeitweise blicken. In der ersten Tageshälfte nieselt es im Osten, meist bleibt es aber trocken. Im Tagesverlauf lösen sich Nebel und Hochnebel westlich von Niederösterreich auf. Im Westen ziehen aber am Nachmittag neuerlich Wolken samt ein wenig Regen auf. Die Schneefallgrenze liegt hier um 1300 m. Im Osten weht mäßiger Südostwind, an der Alpennordseite mäßiger bis lebhafter Föhn.
Der Mittwoch bringt verbreitet dichte Wolken, dazu regnet es im Westen von Beginn an. Die Schneefallgrenze steigt dabei rasch auf 1400 bis 1600 m an. Im Laufe des Tages breitet sich der Regen unter allmählicher Abschwächung nach Osten aus. Am ehesten trocken bleibt es im bis zum Nachmittag Südosten, die Sonne zeigt sich aber auch hier kaum. Der Wind weht nördlich der Alpen mäßig bis lebhaft aus Südwest bis West, inneralpin und im Südosten spielt dieser kaum eine Rolle, anfangs im Osten noch mäßig aus Südost.
Am Donnerstag ist es ein mal mehr verbreitet dicht bewölkt und im Westen regnet es. Lediglich in einem Streifen vom Waldviertel bis in die steirischen Ostalpen kann sich anfangs noch etwas die Sonne zeigen. Im Tagesverlauf breitet sich der leichte Regen ostwärts aus, die Schneefallgrenze liegt generell über 1500 m. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Wind aus südlichen Richtungen, am Bodensee mäßiger bis lebhafter Südwestwind.