Seit Montag bereitet sich Carney Chukwuemeka mit Österreichs Fußball-Nationalteam im Trainingslager in Marbella (Sp) auf die WM-Testspiele gegen Ghana (27.3.) und Südkorea (31.3.) vor. Der 22-jährige Dortmund-Star hat sich vor wenigen Wochen für Rot-Weiß-Rot entschieden. Einen ganz entscheidenden Anteil daran hatte David Alaba.
"David hat mich 2024 angerufen, gefragt, ob ich für Österreich spielen will", erzählt Chukwuemeka. "Ich war damals oft verletzt. Ich habe öfter mit ihm gesprochen, er hat mir viel geholfen. Dafür bin ich dankbar."
Alaba hat berichtet, dass die Atmosphäre bei der Nationalmannschaft wie in einer Familie sei. "Als ich jetzt kam, hat er gesagt: Endlich bist du da."
Mit dem ÖFB-Superstar teilt Chukwuemeka nicht nur seine nigerianischen Wurzeln, sondern auch seinen starken Glauben. "Jesus hat mein Leben verändert, er hat mir einen Sinn gegeben - und auch Liebe", sagt der Neuling, der sich als Familienmensch sieht, der gerne mit seinen Freunden zusammen ist.
Seine Zeit vertreibt er sich mit Videospielen wie FIFA und Fortnite. Das im ÖFB-Team beliebte Golfspiel ist noch nicht seines. "Aber ich kann es versuchen", sagt er.
Chukwuemeka ist in Wien geboren, verließ Österreich mit seinen Eltern mit zwei Jahren Richtung England. Mama und Papa waren aus Nigeria eingewandert, sprechen fließend Deutsch. Der Sohn kann ein paar Brocken, kann dabei seine Wiener Wurzeln nicht verleugnen. "Oida, bist du deppert", lacht er.
Stolz berichtet Chukwuemeka von den Kochkünsten seiner Mutter. "Sie macht das beste Schnitzel", meint er. Neben dem heimischen Klassiker verbindet er auch Käsekrainer und Kaiserschmarren mit der Alpenrepublik."
Hauptsächlich hat sich der 1,88-Meter große Offensivspieler aber wegen der bevorstehenden WM für Österreich entschieden. "Ich hoffe, wir können große Dinge gemeinsam erreichen. Die WM ist die größte Bühne im Weltfußball. Ich habe als Kind jede Endrunde gesehen", erzählt er. Bald wird er wohl zum ersten Mal selbst live dabei sein.