Wie bei Thiem: Ex-Coach schimpft über Zverev

Dominic Thiem und Alexander Zverev bei den Australian Open
Dominic Thiem und Alexander Zverev bei den Australian OpenBild: imago images
Dominic Thiem trennte sich von Günter Bresnik. Der Ex-Trainer trat öffentlich nach. Ähnlich ergeht es jetzt auch Thiem-Kumpel Alexander Zverev.

Alexander Zverev zählt zu den besten Tennisspielern des Planeten. Der 23-Jährige wurde von Juli 2017 bis ins Frühjahr 2018 von Juan Carlos Ferrero trainiert. Die kurze Ära hinterließ beim 40-jährigen Coach Spuren.

Das wird deutlich, wenn man dessen heutigen Ausführungen über seinen ehemaligen Schützling lauscht: "Wir gerieten damals wegen Respektlosigkeit und Unpünktlichkeit aneinander. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass es nicht richtig ist, wenn er 20 oder 30 Minuten zu spät zum Training kommt", sagt er im spanischen Podcast "3iGuales".

Ferrero bemängelt auch die Qualität von Zverevs Trainingsleistungen. Er habe sich zu sehr von Emotionen ablenken lassen. Um zu den absoluten Top-Spielern, zu denen auch sein Kumpel Dominic Thiem (Nummer drei der Welt) zählt, aufschließen zu können, müsse sich der Deutsche abseits des Platzes verbessern.

Damit meint Ferrero seine Ernährung, aber auch den angesprochenen Respekt, "eine Sache, die man allen gegenüber haben muss". Zverev habe "diese Sache" gegenüber seines Teams vermissen lassen.

Ärger zwischen Thiem und Bresnik

Die öffentlichen Gefechte mit seinem Ex-Trainer einen die Nummer sieben der Welt und seinen österreichischen Freund. Thiem hatte sich im Frühjahr 2019 von seinem langjährigen Trainer Günter Bresnik getrennt. Unter Nicolas Massu schaffte er bei den French Open, dem ATP-Finale und den Australian Open im Jänner 2020 jeweils den Einzug ins Finale.

Bresnik sprach Thiem und dessen Vater Wolfgang jüngst "Ehrlichkeit, Loyalität und Werte" in einem APA-Interview ab. Er fühle sich von Thiem – und auch seinem Vater – getäuscht. "Wenn ich jemandem alles zu verdanken habe, dann kann ich so nicht mit ihm umgehen. Wolfgang (Thiem) wäre ein Clubtrainer in Seebenstein und Dominic wäre ein Future-Spieler", meint Bresnik.

Vorwürfe, die Österreichs Tennis-Held wurmen. Und zwar so sehr, dass er zum Return ausholte. "Ich will und kann das nicht unkommentiert stehen lassen", schrieb Thiem in einer Stellungnahme. "Wenn Bresnik jenen Respekt vermisst, den er verdient hätte, nachdem ich ihm alles zu verdanken habe, und allen Ernstes meint, ohne ihn wäre mein Vater ein Club-Trainer in Seebenstein und ich ein Future-Spieler, stellt sich für mich die Frage, ob er einem gewissen Größenwahn unterliegt und er es nicht umgekehrt an jeglichem Respekt meiner Person und meinem Vater gegenüber fehlen lässt."

Thiem fügt an, er habe sich im Vorjahr "keineswegs grundlos" von Bresnik als Trainer und Manager getrennt: "Die Gründe dafür sind Günter Bresnik bekannt, und ich will diese – zumindest derzeit – nicht öffentlich machen."

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