Enthüllt! Wie die neue Champions League läuft

Am 17. Mai will die UEFA die Pläne für die neue Champions League ab 2024 präsentieren. Diese wurden bereits jetzt bekannt.

Ab 2024 gibt es die Champions-League-Revolution! Die "Königsklasse" wird komplett reformiert. Anstatt Champions League, Europa League und der ab 2021 eingeführten Europa League 2 gibt es künftig ein System mit Auf- und Abstieg.

Die Pläne, die sich in großen Teilen mit den Vorstellungen einer Super-Liga der mächtigen Europäischen Klub-Vereinigung (ECA) und deren Vorsitzenden, dem Juve-Boss Andrea Agnelli überschneiden, möchte die UEFA ihren Mitgliedsverbänden am 17. Mai vorstellen. Die Bildpräsentierte die Pläne bereits jetzt. Immerhin: Spiele am Wochenende sind jetzt kein Thema mehr.

Ab 2024 besteht der Europacup dann aus drei Ligen – vergleichbar zur Nations League. Teams haben die Chance, sich von unten bis in die "Königsklasse" hinaufzuspielen. Die Champions League wird zur League 1 und weiter mit 32 Teams gespielt. Aus der Europa League wird die League 2 und die neu eingeführte Europa League 2 wird zur League 3.

Die League 1

In der obersten Liga sollen die besten Vereine Europas antreten. Gespielt wird künftig in vier Achtergruppen. Damit weitet sich die Gruppenphase auf 14 Runden aus – ein heißer Herbst also. Die Top Vier jeder Gruppe steigen ins Achtelfinale auf. Dann geht es wie gewohnt mit K.o.-Spielen weiter.

Die Top Sechs jeder Gruppe spielen auch im darauffolgenden Jahr fix im "Königsklassen"-Bewerb – unabhängig von der Platzierung in der heimischen Liga! Dazu kommen vier Aufsteiger aus der League 2 sowie vier Teams, die sich über die nationale Meisterschaft für die "Königsklasse" qualifizieren können. Etwa Landesmeister von kleineren Verbänden. Weiterhin gilt: Es dürfen maximal fünf Teams aus einem Land antreten.

Im ersten Jahr ergibt sich die Zusammensetzung aus einer Vier-Jahres-Wertung zwischen 2020 und 2024. Nimmt man die aktuelle Fünfjahreswertung als Basis, wäre Red Bull Salzburg als einziger österreichischer Klub dabei! Nicht qualifiziert wäre Champions-League-Finalist Tottenham. Der Nachteil des Systems: Sensationsmeister wie etwa Leicester City könnten wohl nicht in der Eliteliga starten, weil schon zu viele englische Vereine im Oberhaus vertreten sind, müssten in der League 2 beginnen.

Die League 2

Aus der Europa League wird die League 2. Statt wie aktuell 48 Teams werden nur noch 32 Vereine antreten. Gespielt wird wie gewohnt in acht Vierergruppen. Danach geht es ab dem Achtelfinale im K.o.-System weiter. Der Sieger bekommt eine eigene Trophäe, die vier Halbfinalisten steigen in die League 1 auf. Die Gruppenletzten spielen sich dann vier Absteiger aus, die in die League 3 müssen.

Im ersten Jahr gilt auch hier eine Vierjahreswertung. Nach aktuellem Stand wäre Rapid Wien als einziger heimischer Klub dabei. Im zweiten Jahr besteht die Liga aus Vier League-1-Absteigern, vier League-3-Aufsteigern, vier Teams, die aufgrund ihres Abschneidens einen Fixplatz im Folgejahr haben – wohl die Viertelfinal-Verlierer – und 20 Teams, die sich einen Startplatz über die nationale Liga holen.

Die League 3

Die League 3 wird nun zur großen Hoffnung für die "Kleinen". Hier treten 64 Mannschaften an. Diese spielen in vier Regional-Gebieten in vier Vierergruppen. Auch hier gilt: die Halbfinalisten steigen in die League 2 auf. Der Sieger erhält einen Pokal.

Im Gegensatz zu den anderen Ligen werden bis auf die vier League-2-Absteiger die restlichen 60 Plätze ausschließlich über die nationalen Meisterschaften ausgespielt. Hier würden dann wohl zwei oder drei österreichische Klubs an den Start gehen. Wie das Teilnehmerfeld im ersten Jahr genau zusammengesetzt wird, ist noch nicht bekannt. (wem)

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