Wie lange bleibt es kalt? – Wetter-Experte klärt auf

Der Schnee kommt zurück nach Österreich. Doch wo wird es schneien? Und wie viel? "Heute" hat mit Ubimet-Meteorologe Konstantin Brandes über die aktuelle Wetterentwicklung gesprochen.
Schneefälle in Österreich: Wo schneit es? Wie viel Schnee kommt?

"Am Mittwoch schneit es von den Karawanken über die Steiermark, den Alpenostrand bis ins östliche Flachland ein wenig, selbst in Wien tänzeln ein paar Flocken.

Im Großen und Ganzen sind bis in die Nacht auf Freitag die Regionen von Osttirol über Kärnten, das Grazer Bergland bis zum Wechsel von Neuschnee betroffen. Richtig große Mengen fallen aber nur von der südlichen Koralpe bis zum Schöckl, und das auch nur in etwas höheren Lagen. Sonst bildet sich maximal eine dünne Schneedecke."



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Übersicht der erwarteten Schneemengen (im Zeitraum Mittwochmittag bis Freitagfrüh)

Rote Unwetterwarnung für Steiermark: Warum, was ist gefährlich?

"Nein, gefährlich ist das nicht, die Warnung ist an der Grenze zwischen orange und rot. Aufgrund der zu erwartenden Mengen von bis zu 20 Zentimetern (fällt aber gleichmäßig über einen langen Zeitraum) haben wir uns entschieden, den Osthang der Koralpe rot zu warnen."

Wieso ist es jetzt so kalt? Wie lange bleibt es kalt?

"Seit dem Wochenende hat uns arktische Kaltluft im Griff, die direkt aus Nordosteuropa zu uns geströmt ist. Diese erwärmt sich aber in den kommenden Tagen, die Luftströmung dreht zudem mehr auf Südost.

Heute bleibt es mit -2 bis +10 Grad noch bei meist einstelligen Höchstwerten, frostig ist es ganztags in höheren Lagen des Alpenostrandes. Morgen steigen die Temperaturen dann schon auf 1 bis 13 Grad mit den höchsten Werten im Inntal sowie im östlichen Flachland.

Freitag und Samstag wird es mit meist rund 15 Grad noch milder, wobei lokal Spitzen bis knapp 20 Grad zu erwarten sind. Erst am Sonntag kühlt es dann mit der nächsten Kaltfront aus Nordwesten wieder ab."

Ist diese Kälte normal?

"Die Nächte auf Montag und Dienstag und mit Ausnahme des Seewinkels im Burgenland auch die zurückliegende Nacht waren im gesamten Land frostig. Das heißt alle rund 270 Wetterstationen im Minus! Ungewöhnlich für Ende März ist das aber nicht, solch flächendeckende Frostnächte kommen alle zwei Jahre vor.

Unter den Landeshauptstädten hält übrigens Innsbruck den Kälterekord im letzten März-Drittel mit -13,0 Grad, gefolgt von Wien mit -12,5 Grad (beide anno 1958). Da war Salzburg als kälteste Landeshauptstadt in den vergangenen Nächten mit -8 Grad doch noch weit entfernt.

Bemerkenswerter ist da schon der Höchst(!)wert von -19,1 Grad am Montag auf dem Sonnblick in 3.100 Metern Höhe. Kälter war es in der zweiten Märzhälfte dort oben zuletzt vor über 20 Jahren (1998).

Die frostigen Nächte lassen alle Obstbauern unruhig schlafen, sie versuchen die Blüten bspw. der Marillen- und Apfelbäume mit der Frostschutzberegnung zu schützen."



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