Doppeltes Unfall-Unglück für Bernd R. (45) aus Wien-Margareten – an ein und derselben Stelle vor einer Supermarktgarage in der Hollgasse wurde der sportliche Programmierer zwei Mal (!) von einem Auto umgefahren.
Am 26. Juli und am 14. November erfasste den Fußgänger ein umdrehendes Auto, das ihn am Gehsteig nicht gesehen hatte. "Ich flog gegen die Hausmauer und landete unsanft auf dem Gesäß", so der 45-Jährige zu "Heute". Der passionierte Läufer wurde am Kopf, an der Schulter und der Lendenwirbelsäule verletzt, verpasste einen Marathon. Beim zweiten Mal erlitt er eine Prellung der linken Hüfte und am linken Knie, während der Autolenker (vergeblich) versuchte, sich aus dem Staub zu machen.
Verkehrsrecht-Experte und Top-Anwalt Roman Tenschert gewann beide Klagen, es kamen 8.214 Euro an Schmerzengeld zusammen. Der Jurist warnt: "Die Stadt sollte zeitnah überprüfen, ob die Stelle ausreichend gesichert ist, bevor dort noch Schlimmeres passiert. "Es ist ein Kampf gegen Windmühlen", klagt das verzweifelte Opfer, das heuer fast ein drittes Mal erwischt wurde, aber gerade noch ausweichen konnte – Anzeige wegen Gefährdung!
Brisant: Beim "Heute"-Lokalaugenschein fuhr ein Lenker ein Verkehrsschild über den Haufen. Selbst der neue Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) erkennt die "in der vorigen Legislaturperiode festgelegte Einbahnführung der Reinprechtsdorfer Straße" als Ursache. "Gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Stadt arbeiten wir an Lösungen, die nachhaltig auch nach Fertigstellung der U-Bahn Bestand haben sollen", hieß es. Bleibt zu hoffen, dass sie zeitnah auf die Straße gebracht wird.