Wiener Derby endet schon wieder torlos

Rapid und Austria trennen sich wie schon im letzten Derby torlos. Nach einer schwachen ersten Hälfte gaben die Violetten in der zweiten Halbzeit den Ton an und kamen zu einigen Chancen. Rapid-Goalie Königshofer blieb am Sonntagnachmittag aber wie sein Gegenüber Lindner ungeschlagen.


 

Wie schon beim 300. Derby wurden die Zuschauer für ihr Kommen nicht mit Toren belohnt. Beide Mannschaften lieferten in der Generali-Arena über weite Strecken zwar eine gute kämpferische Leistung ab, machten sich aber mit vielen Fehlpässen das Leben schwer. Hinzu kam der rutschige Boden, der ein technisch sehenswertes Spiel fast unmöglich machte.

Das Bemühen konnte man in der ersten Halbzeit beiden Teams nicht absprechen. Das Tempo war durchaus hoch, doch die Teams neutralisierten sich weitgehend. "Vom Gefühl her habe ich schon gewusst, dass das heute so sein wird", sagte Austria-Routinier Manuel Ortlechner in der Pause. Es ist fraglich, ob das ein Trost für die Zuschauer war.

Hofmann schmerzlich vermisst

Hohes Tempo und Zweikämpfe waren in der Generali-Arena zwar vorhanden, spielerisch hatten die Wiener Klubs nicht viel zu bieten. Bei den Grün-Weißen, die wieder ohne Steffen Hofmann auskommen mussten, war die gefährlichste Aktion ein Kopfball von Nuhiu (23.) nach Flanke von Drazan, der aber gut zwei Meter neben der Stange landete. Bei der Austria sorgte ein abgefälschter Freistoß von Suttner (25.) und ein Alleingang von Leovac (38.) noch für die größte Gefahr.

Rapid-Trainer Peter Schöttel war schon in der 33. Minute zu einem Wechsel gezwungen, Markus Katzer musste mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld.

Austria wacht nach einer Stunde auf

In der zweiten Hälfte dominierte die Austria das Spielgeschehen. Eine Doppelchance nach etwa einer Stunde weckte die Violetten auf. Nachdem Pichler ausrutschte, kam Jun an den Ball, sein Schuss wurde aber abgeblockt (60.). Nur Sekunden später rutschten Jun und Kienast an einem Stanglpass vorbei.

Während die Hausherren stärker wurden, blieb Rapid in der Offensiv weiterhin harmlos. Zudem musste nach Katzer in der ersten Hälfte auch Prokopic ausgewechselt werden, nachdem er sich das Knie verdreht hatte.

Rapid bis zum Schlusspfiff zahnlos

Schöttel wechselte für Prokopic den jungen Grozurek ein. Auf der Gegenseite brachte Vastic Roland Linz. Der Edeljoker durfte gemeinsam mit Kienast spielen, legte wenig später ideal auf Madl ab. Dieser prüfte mit einem Distanzschuss Rapid-Goalie Königshofer, der den Ball erst im Nachfassen festhielt (72.).

Auch Klein scheiterte mit einem Schuss auf das lange Eck innerhalb des Strafraums. Der Verteidiger verzog aus aussichtsreicher Position (79.). In der 90. Minute sorgte Rapids Alar für Gefahr, kam aber nicht richtig an den Ball. Somit blieb es beim torlosen Remis. Rapid liegt in der Tabelle nun einen Punkt hinter Spitzenreiter Salzburg auf Platz zwei, die Austria hat auf den Tabellenführer fünf Punkte Rückstand.

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Fußball-tipp3-Bundesliga (30. Runde):

FK Austria Wien - SK Rapid Wien 0:0

Generali Arena, 12.919, SR Lechner

Austria: Lindner - Klein, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Dilaver, Mader - Gorgon, Jun, Leovac (61. Liendl) - Kienast (78. Stankovic)

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer (33. Schrammel) - Heikkinen, Prokopic (67. Grozurek) - Trimmel (65. Kulovits), Alar, Drazan - Nuhiu

Gelbe Karten: Dilaver, Gorgon bzw. Drazan, Grozurek

Ivica Vastic (Austria-Trainer)

"In der ersten Hälfte haben wir uns gegenseitig neutralisiert, es gab viele Zweikämpfe und Fehlpässe. In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen besser ins Spiel gefunden und zwei gute Möglichkeiten gehabt. Allerdings hatte am Schluss auch Alar eine Chance, daher geht das Unentschieden in Ordnung. Leider haben wir heute nicht so Druck gemacht wie gegen Ried oder gegen Sturm. Wir haben nach wie vor Chancen auf den Titel, haben ein gutes Restprogramm, das müssen wir nützen."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer)

"Die erste Hälfte war ausgeglichen, in der zweiten Hälfte war die Austria besser. Trotzdem hatten wir eine Minute vor Schluss durch Alar die größte Chance des Spiels. Wir haben mit dem Punkt unser Minimalziel erreicht. Es war auch wegen der Verletzungen schwierig. Die Spielanlage beider Teams ist ähnlich, gegenseitiger Respekt ist da, keiner will ein Derby verlieren, deswegen waren die letzten beiden Derbys nicht so gut. Prokopic hat einen Schnalzer im Knie gehört, in der Kabine wird von einer Seitenbandverletzung gesprochen. Wir haben zwar in dieser Saison keine Derbys gewonnen, aber wenn wir am Ende vor der Austria sind und international spielen, war es eine gute Saison."

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