Am Ostermontag wurden in Wien knapp über 550 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Nach stetigen Schwankungen in den vergangenen Tagen, scheinen sich die neuen Fälle nun um die 500 einzupendeln. In den Krankenhäusern allgemein und auf den Intensivstationen speziell zeichnet sich allerdings ein gänzlich anderes Bild ab.
Am Montag wurde in Wien ein neuer absoluter Rekord bei der Zahl der intensivpflichtigen Patienten registriert. Auch die Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, schnellten zuletzt deutlich in die Höhe. Alleine in Wien verloren bisher 1.953 Menschen nach einer Corona-Erkrankung ihr Leben.
Alleine in Wien befinden sich aktuell 224 Menschen mit einem schweren Covid-19-Verlauf auf der Intensivstation, das ist ein neuer absoluter Rekord und ein erneuter Zuwachs im Vergleich zum Ostersinntag. Zum Vergleich: In den übrigen Bundesländern werden zur Zeit 340 Menschen intensivmedizinisch betreut, für Gesamtösterreich ergibt sich daher ein Wert von 563 Intensiv-Patienten.
Wie schwer sich die aktuell grassierende Virusvariante in der Hauptstadt auf das Immunsystem auswirkt, zeigt auch das Verhältnis von Hospitalisierten und Intensivpatienten. Denn aktuell befinden sich laut Krisenstabes der Stadt Wien 746 Covid-Patienten in krankenhäuslicher Behandlung. Das bedeutet, dass fast jeder dritte Corona-Patient in Wien intensivpflichtig ist.
Angesichts der Entwicklungen kündigte die Regierung einen erneuten Gipfel am Dienstag an. Zwar soll ein landesweiter Lockdown dem Vernehmen nach derzeit vom Tisch sein, regional schärfere Maßnahmen sind aber auch außerhalb des ohnehin geschlossenen Ostens auch in anderen Teilen der Republik möglich. Auch eine Verlängerung der "Osterruhe" ist denkbar, auch wenn es derzeit keine konkreten Ankündigungen diesbezüglich gibt.