Wiener Neustadt erkämpft 3:3 gegen Ried

Ein dreifaches Tor-Comeback hat der SV Ried am Samstag beim 3:3 (1:2) in Wiener Neustadt zumindest einen Punkt gerettet. Dreimal lagen die Favoriten in Rückstand, stellten aber ebenso oft wieder den Gleichstand her - die turbulente Partie der 13. Runde der Fußball-Bundesliga kulminierte im Last-Minute-Treffer von Ried-Joker Sandro (92.).

 Wr. Neustadt sah dank starken ersten 45 Minuten und eines Kraftakts von Christoph Martschinko beim vorläufigen 3:2 (69.) allerdings schon wie der Sieger aus. Thomas Pichlmann (17.) und Herbert Rauter (45.) erzielten die ersten beiden Tore für die Pfeifenberger-Truppe, Rene Gartler (41.) und Robert Zulj (53.) besorgten zweimal den zwischenzeitlichen Ausgleich - ehe Sandro als später Retter auftrat.

Säumel mit Debüt

Ein ganz persönliches Erfolgserlebnis durfte aufseiten des SCWN Jürgen Säumel verbuchen: Der  , der tags zuvor fix verpflichtet worden war, gab in seiner ersten Bundesliga-Partie seit 27. April (beim 0:3 Sturms gegen den WAC) ein durchaus gelungenes Comeback, wurde aufgrund mangelnder Fitness aber zur Pause ausgewechselt.

Rauter bringt Neustadt in Führung

Die Hausherren agierten von Beginn an sehr gefällig und zweikampfstark, kamen vorerst mit Ausnahme eines Walch-Schusses aus spitzem Winkel (6.) und einem gefährlichen Freistoß-Aufsetzer Kragls (38.) nie in echte Bedrängnis. In der Offensive zeigte man sich spielfreudig und fand durch Stangl, der am herauseilenden Gebauer scheiterte (7.), auch die erste Topchance vor. Endgültig "klingelte" es dann zehn Minuten später im Rieder Kasten: Rauter setzte sich gegen Reifeltshammer durch, seinen Querpass setzte Pichlmann problemlos zum 1:0 ins Tor.

Gartler trifft im 100. Ligaspiel

Die Offensivbemühungen des SCWN blieben in der Folge aber unbelohnt, so scheiterte etwa Stangl neuerlich (34.). Prompt nützten die effizienten Gäste ihre erste Top-Möglichkeit auch zum Ausgleich: Gartlers 7. Saisontor im 100. Liga-Spiel nach Flanke von Andreas Schicker brachte kurz vor der Pause das 1:1 - und doch nicht den Pausenstand. Vier Minuten später scheiterte erst Stangl an Gebauer, Rauter setzte aber nach und stellte die Führung wieder her - der auf der Linie postierte Reifeltshammer lenkte den Ball dabei ins eigene Tor ab.

 Ried nach der Halbzeit besser

Ried startete wie ausgewechselt in die zweite Hälfte und kombinierte sich wesentlich besser nach vorne. Fünf Torschüsse alleine in den ersten zehn Minuten standen stellvertretend für die Dominanz der "Wikinger", einer davon bedeutete den neuerlichen Ausgleich: Walch ließ mit einem Weitschuss die Latte erzittern, beim Abpraller staubte Zulj problemlos ab (53.). Wenig später scheiterte Zulj an Vollnhofer (60.), die Gäste erhöhten weiter den Druck.

Neustadt trifft aus dem Nichts

Die Gastgeber, die eigentlich kaum mehr zu Entlastungsangriffen kamen, schlugen wie aus dem Nichts zurück. Nach einem Kraftakt von Martschinko, der aus der eigenen Hälfte mit dem Ball gestartet war, fälschte Riegler dessen Schuss aus 18 Metern unhaltbar für Gebauer ins eigene Tor ab (69.).

Zweimal Gelb-Rot in der Schluss-Phase

Ried antwortete noch einmal mit gefährlichen Aktionen von Kragl (71.), Zulj (80.). In einer turbulenten Schlussphase mit zwei Gelb-Roten-Karten für Neustadts Hlinka (75.) und den Rieder Hinum (88.) sorgte aber erst Sandro mit seinem ersten Bundesliga-Treffer seit 6. März 2010 (damals für Austria Kärnten) für die endgültige Rieder Erlösung.

SC Wiener Neustadt - SV Ried Endstand 3:3 (2:1)

Stadion Wr. Neustadt, 1.650, SR Ouschan.

Torfolge: 1:0 (17.) Pichlmann, 1:1 (41.) Gartler, 2:1 (45.) Rauter, 2:2 (53.) Zulj, 3:2 (69.) Martschinko, 3:3 (92.) Sandro

Wr. Neustadt: Vollnhofer - Pollhammer, M. Wallner, Sereinig, Martschinko - Hlinka, Säumel (46. Freitag) - Mimm, Rauter (71. Witteveen), Stangl - Pichlmann

Ried: Gebauer - Janeczek (46. Baumgartner), Reifeltshammer, Riegler, A. Schicker (80. Aydogdu) - Hinum, Kragl - Perstaller (77. Sandro), R. Zulj, Walch - Gartler

Gelb-Rote Karten: Hlinka (75./wiederholtes Foulspiel) bzw. Hinum (88./SR-Kritik)

Gelbe Karten: Freitag, Witteveen, Wallner bzw. Reifeltshammer

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