Leichtsinn pur! Ein Verkehrsteilnehmer sorgte in der Nacht auf Mittwoch auf der A23 für ungläubige Blicke. Ein "Heute"-Leser war kurz nach Mitternacht unterwegs, als er plötzlich einen Mann auf einem Fahrrad am Pannenstreifen entdeckte. Noch schlimmer: Er radelte in die falsche Fahrtrichtung. Er fuhr dort, als wäre es das Normalste der Welt.
"Ich dachte zuerst, ich sehe nicht richtig – da fährt tatsächlich jemand mit einem 'WienMobil'-Rad über die Tangente", erzählt der Wiener. Auch wenn die kuriose Aktion zunächst für Schmunzeln sorgen mag, war die Situation alles andere als harmlos. Der Radfahrer brachte damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
Darüber hinaus verstieß der Mann gleich gegen mehrere Verkehrsregeln. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen auf Autobahnen nur Fahrzeuge unterwegs sein, die mindestens 60 km/h erreichen können – Fahrräder sind dort somit verboten.
Auch der Pannenstreifen darf grundsätzlich nicht befahren werden. Der ÖAMTC weist darauf hin, dass dieser nur im Notfall oder bei einer Panne genutzt werden darf. Eine Ausnahme gilt lediglich bei der Bildung einer Rettungsgasse beziehungsweise eines Pannenstreifens im Stau.
Zusätzlich fiel auf: Der Radfahrer war auch ohne Helm unterwegs. Zwar besteht in Österreich für Erwachsene keine Helmpflicht, auf einer Autobahn wäre ein Schutz jedoch wohl mehr als sinnvoll gewesen. Warum der Wiener zu dieser gefährlichen Aktion griff, bleibt unklar. Eines ist jedoch sicher: Nachmachen sollte man das auf keinen Fall.