Dreiste Betrüger brachten einen 88-jährigen Wiener um sein Vermögen. Dazu kontaktierten sie den Senioren am Mittwoch gegen 14 Uhr per Telefon. Der unbekannte Mann gab sich gegenüber dem Opfer als Polizeibeamter aus.
Er teilte dem 88-Jährigen mit, dass es neue Erkenntnisse hinsichtlich einer vom Pensionisten erstatteten Anzeige gebe. Demnach sei eine Tätergruppe festgenommen worden, bei der die Kontaktdaten des Wieners aufgefunden wurden.
Des Weiteren erklärte der Anrufer dem Senioren, dass seine Wertgegenstände zum Schutz vor einem geplanten Überfall vorübergehend sichergestellt und registriert werden müssen. Nur 30 Minuten nach dem Gespräch stand bereits ein unbekannter Mann vor der Tür des Opfers.
Er wies sich mittels Polizeiausweis als Beamter aus. In weiterer Folge packte der Verdächtige zahlreiche Schmuckstücke sowie Goldmünzen ein und verließ anschließend die Wohnung. Der 88-Jährige erlitt einen Schaden in sechsstelliger Höhe.
Aufgrund des Vorfalles spricht die Wiener Polizei nun eine Warnung aus. Immer wieder werden ältere Personen gezielt Opfer von Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben. Dabei wird den Opfern am Telefon vorgespielt, dass sie ein potenzielles Opfer von Einbrechern seien und die Polizei ihre Wertgegenstände abholen komme.
Die Polizei stellt klar, dass es so eine Praxis bei den Beamten nicht gibt. Echte Polizisten nehmen keine Wertgegenstände zur Verwahrung entgegen. Sollte man einen solchen Anruf erhalten, wird, empfohlen das Telefonat zu beenden und die 133 zu wählen.