"Heute"-Leser Herbert* (Name von der Redaktion geändert) betreibt im 16. Wiener Bezirk ein Straßenlokal mit mehreren Fensterfronten. Da tagsüber Sonnenlicht in den Geschäftsbereich scheint, ist der Unternehmer in seinem Lager nicht auf Stromversorgung angewiesen. Zahlen soll er für Energie in seiner Vorratskammer trotzdem, nämlich genau eine (!) Kilowattstunde – zu einem horrenden Preis.
Für den Zeitraum zwischen Juli 2022 und Juli 2023 soll der Store-Boss eine einzige Kilowattstunden für sein 200-Quadratmeter-Lager verbraucht haben. Dafür soll er 24,35 € brennen – hinzu kommen noch saftige 62,20 € für die Netzdienstleistung sowie 5,19€ an Steuern und Abgaben. Mit der Umsatzsteuer kommt der Ottakringer auf eine Rechnung von 110,09 €.
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Doch wie ist das möglich? "Der Strom für das Lager ist über den Schutzschalter abgedreht, somit kommt es zu diesem geringen Verbrauch." Ganz abdrehen kann man das Licht im Lager aber nicht. Der Grund? "Wir wollten den Stromzähler schon vor Jahren abmelden. Das ist aber nicht möglich, solange wir einen aufrechten Mietvertrag haben."
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Aufgrund bereits eingezahlter Teilbeträge aus der Vergangenheit schrumpft die Rechnung zwar auf 48,39 €, verständlich ist die Jahresabrechnung für den Wiener trotzdem nicht: "Wie kann man 25 Euro für einen Kilowatt Strom berechnen? Das ist doch kompletter Irrsinn!"