Das milde Wetter trieb Ende Februar unzählige Menschen in die Wiener Innenstadt, um nach dem eisigen Winter die frühlingshaften Temperaturen zu genießen. Zu der Zeit war auch Christian H. (24) mit einem seiner besten Freunde in der City spazieren. Doch als sie an einem Dienstag gegen 18 Uhr beim Stephansplatz vorbei schlenderten, sahen sie, wie Polizisten einige junge Leute kontrollierten. Dem 24-Jährigen rutschte dabei ein Satz heraus, der die Beamten dann hellhörig machte: "Oha, was ist hier los? Hat der Staat kein Geld mehr?"
Im selben Augenblick zitierte einer der Polizisten die beiden Freunde zu sich und verlangte einen Ausweis. Als sie dann mit ihren Dokumenten rausrückten, fragte der Beamte, was denn mit dem Sicherheitsabstand sei. "Die ganze Zeit über trennten uns zwei Meter voneinander. Erst als er uns zu sich holte, warf er uns vor, zu nah beieinander zu stehen", erzählt Christian im "Heute"-Talk. Die ganze Amtshandlung endete letztendlich mit jeweils einer Anzeige.
Nun, etwa zwei Wochen später, flatterte die Strafverfügung in den Postkasten – und die hat es in sich: 120 Euro soll Christian H. für sein Vergehen nun bezahlen. Allerdings will er das nicht einfach so auf sich sitzen lassen: "Ich werde mit Sicherheit Einspruch erheben, weil es schlichtweg nicht gerechtfertigt ist." Wie die Causa letztendlich ausgehen wird, bleibt also noch offen.