"Prügelten auf mich ein!"

Wienerin (23) bei illegaler Airbnb-Party attackiert

Eine private Party in einem Airbnb am Währinger Gürtel endete für eine 23-Jährige im Krankenhaus. Die Frau wurde von mehreren Leuten verprügelt.
Maxim Zdziarski
13.08.2026, 05:30
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Was als Partynacht begann, endete in einem brutalen Gewaltausbruch. In einem über Instagram und Snapchat organisierten Treffen in einem gemieteten Airbnb am Währinger Gürtel sollen in der Nacht von Samstag auf Sonntag zahlreiche Gäste gefeiert haben.

Laut dem späteren Opfer wurde sogar 10 Euro Eintritt verlangt. Eigene Getränke seien erlaubt gewesen und das Mindestalter lag bei 18 Jahren. Die 23-Jährige ist gemeinsam mit einer Freundin zu der Feier gekommen. "Es war gefühlt ganz Wien eingeladen", erzählt sie im Gespräch mit "Heute".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen
Die Einladung zu der Airbnb-Party.
zVg

Polizei löste Feier auf

Im Laufe der Nacht rückte die Polizei an und beendete die Party wegen erheblichen Lärmstörungen. Die meisten Gäste verließen daraufhin die Wohnung. Die 23-Jährige und ihre Begleiterin warteten noch etwa eine halbe Stunde vor dem Gebäude. Zu dem Zeitpunkt war es etwa 2.15 Uhr am Morgen.

Als eine fremde Frau und sie dringend auf die Toilette mussten, fragten sie die verbliebenen "Organisatoren" der Party, ob sie das WC noch kurz benutzen dürften. "Sie sagten, wir sollen schnell gehen und uns beeilen", erzählt die Wienerin im Gespräch mit "Heute".

Faustschlag – dann wurde auf sie eingetreten

Während sich die 23-Jährige auf der Toilette befand, eskalierte die Situation plötzlich. "Es wurde gegen die Tür geklopft und getreten. Dann wurde sie von außen aufgerissen." Vor der Tür hätten mehrere junge Männer und Frauen gestanden und sie ausgelacht.

Nachdem sie sich darüber aufgeregt und die Gruppe beschimpft habe, soll ein Mann auf sie losgegangen sein. "Er schlug mir mit der Faust gegen die Schläfe. Ich ging sofort zu Boden und verlor das Bewusstsein."

Als sie wieder zu sich kam, sei der Angriff aber noch nicht vorbei gewesen. "Mehrere Männer traten auf meinen Kopf ein. Ich konnte mich nur noch zusammenrollen und versuchen, meinen Kopf mit den Händen zu schützen."

In Unterhose aus Wohnung gekrochen

Der Angriff endete laut der 23-Jährigen erst, als die Angreifer sie an der Hose packten und aus dem Badezimmer zerrten. "Sie haben mir die Hose zerrissen und heruntergezogen. Ich musste praktisch in Unterhose aus der Wohnung kriechen."

Ihre Begleiterin wollte ihr zwar noch helfen, sei dabei aber ebenfalls attackiert worden und ist schließlich aus Angst selbst geflüchtet. Auch vor der Wohnung hätten dann noch Frauen, die bei der Attacke anwesend gewesen sein sollen, weiter auf sie eingeschlagen.

Nachbarn wurden auf das Geschrei im Stiegenhaus aufmerksam und halfen der 23-Jährigen. "Die Leute gaben mir schließlich eine Hose, damit sie nicht halb nackt auf der Straße stehen musste", erzählt die völlig verängstigte Wienerin gegenüber "Heute".

Täter flüchteten, zahlreiche Anzeigen

Als die alarmierten Polizisten eintrafen, waren die mutmaßlichen Täter aber bereits geflüchtet.  Die Ermittlungen zu dem brutalen Angriff sind im Gange. Mehrere Personen wurden deshalb angezeigt.

"Drei Beschuldigte sind bislang noch nicht bekannt, die beiden Opfer waren gleichzeitig auch mutmaßlich Täterinnen und wurden dementsprechend wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt", so Polizeisprecher Markus Dittrich gegenüber "Heute".

Die 23-Jährige erlitt zahlreiche Prellungen, Beulen am Kopf sowie eine Kieferprellung und musste im Wiener AKH behandelt werden. Aktuell befindet sie sich auf dem Weg der Besserung.

{title && {title} } zdz, {title && {title} } Akt. 13.08.2026, 06:30, 13.08.2026, 05:30
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