"Brust ist komplett zerfetzt"

Wienerin kann nach Pfusch-OP nicht mehr arbeiten

Emily (26) aus Wien wollte mit einer Schönheits-OP ihr Körpergefühl stärken – doch der Eingriff endete in einem medizinischen Albtraum.
09.11.2025, 21:18
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Was als Routineeingriff begann, wurde für Emily Rosemarie aus Wien zu einem monatelangen Leidensweg. Im Sommer ließ sich die 26-Jährige in Prag die Brüste operieren – mit fatalen Folgen.

"Mein Name ist Emily Rosemarie, ich bin 26, ich komme aus Wien und habe in den letzten Monaten einen Albtraum durchgemacht, den ich niemandem wünsche", beginnt die junge Schönheit ihren Spendenaufruf auf der Seite "gofundme.com".

Komplikationen nach OP

Schon kurz nach der Operation traten Komplikationen auf. Immer wieder sammelte sich Flüssigkeit in der Brust, es kam zu Entzündungen und Schwellungen. "Trotz anhaltender Entzündungszeichen und wiederkehrender Schwellungen wurde das Implantat von der Ärztin nicht ausgetauscht, obwohl es bereits eine Kontamination gab", schildert sie.

Nach mehreren Wochen mit Drainagen und punktierten Stellen verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch. "Die Flüssigkeit ist aus mir rausgeplatzt", schreibt Emily. Schließlich bildete sich ein offenes Loch, aus dem ununterbrochen Flüssigkeit austrat.

Mit der Rettung ins Spital

Am 8. November musste sie per Rettung ins Krankenhaus gebracht werden. Dort kam es zu einem besonders traumatischen Moment: "Dort wurde mein Implantat – sichtbar durch die offene Wunde – mit einer Zange entfernt, ohne Sedierung", so die Wienerin. "Ich kann kaum in Worte fassen, wie traumatisch dieser Moment war."

Seit drei Monaten ist Emily arbeitsunfähig, lebt mit Schmerzen, Angstzuständen und finanzieller Not. "Ich habe durch die monatelangen Behandlungen und Medikamente bereits all meine Ersparnisse verloren", schreibt sie.

Mittlerweile sollen sich Schulden in Höhe von mehreren tausenden Euro angesammelt haben. Auch die Kosten für mehrere Behandlungen in einer Wiener Klinik wird Emily selber tragen müssen: "Die Ärztin meinte, dass allein das Entfernen der Implantate knapp 7.000 Euro kosten soll."

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Weiters werden wohl tausende Euro hinzukommen, um die Brüste ästhetisch aneinander anzupassen. Bis dahin muss die 26-Jährige "mit der offenen zerfleischten Brust leben, sie ist komplett zerfetzt". Nun bittet sie um Unterstützung, um ihre medizinische Behandlung, Nachsorge und eine spätere Wiederherstellungsoperation finanzieren zu können.

"Seit drei Monaten ganzes Leben im Arsch"

"Ich möchte einfach wieder gesund werden und mich in meinem Körper zu Hause fühlen – ohne Angst, ohne Entstellung, ohne Schuldgefühle für etwas, das mir widerfahren ist", erklärt die ehemalige Socia-Media-Managerin im Bereich Marketing. Die Arbeitsunfähigkeit belastet die Wienerin nicht nur mental, selbst mit der Zahlung der Miete würde Emily nicht klarkommen.

Mit "Onlyfans" verdiente sich die 26-Jährige nämlich Geld dazu, die Brust-OP in Prag hätte ihr eigentlich zu finanzieller Unabhängigkeit verhelfen sollen: "Und ich dachte, durch die neuen Brüste könnte ich mehr Geld verdienen ... nun ist mein Leben seit drei Monaten im Arsch."

Emily kämpft derzeit mit einer offenen Wunde und nur einer Brust – und um ein Stück Hoffnung. "Jeder Euro hilft – egal wie klein. Auch das Teilen dieser Spendenaktion bedeutet mir unglaublich viel." Wer helfen möchte, findet ihre Spendenaktion online auf der Seite "gofundme.com"  – mittlerweile konnten bereits über 1.000 Euro gesammelt werden.

{title && {title} } rca,wil, {title && {title} } Akt. 10.11.2025, 11:37, 09.11.2025, 21:18
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