Ludwig schließt Ausgangs-Sperren in Wien nicht mehr aus

In der aktuellen Situation könne man gar nichts ausschließen, so Michael Ludwig (SPÖ). Einen allgemeinen Lockdown will er aber weiter verhindern.

Die Zahl der Corona-Neuerkrankungen bleibt weiter dramatisch. Angesichts der aktuellen Lage könne man "nichts ausschließen", betonte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) heute, Dienstag, am Rande eines Medientermins am Rathausplatz (City). Eigentlich ging es dabei um die Vorstellung des heurigen Christkinds. In den kommenden Wochen schlüpft die gelernte Elementarpädagogin Klaudija (21) in das Kostüm, um in den Kindergärten und Pensionistenwohnheim trotz der Pandemie für festliche Stimmung und Optimismus zu sorgen.

Hier geht's zum Interview mit dem Wiener Christkind!

Verordnungstext soll Ende der Woche vorliegen

Das Interesse der anwesenden Medienvertretern galt aber doch mehr den neuen Corona-Maßnahmen. Noch diese Woche soll, wie berichtet, einen weitere Verschärfung in Wien in Kraft treten. Darin enthalten sind die 2Gplus-Regel (geimpft oder genesen plus PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf) für die Nachtgastronomie und Veranstaltungen über 25 Personen. Was genau das betrifft, werde von den Juristen der Stadt noch definiert. Man habe mit Hochdruck am Verordnungstext gearbeitet, betonte Ludwig. Dabei gelte es auch noch zu klären, ob die FFP2-Maskenpflicht, die ab dann wieder in allen nicht privaten Räumen (wie Büros oder Geschäfte) für Mitarbeiter auch am Arbeitsplatz gilt. Dazu sei man mit den Sozialpartnern in Gesprächen, so Ludwig. Die Verordnung soll noch diese Woche in Kraft treten, zuletzt galt Donnerstag als wahrscheinlichster Tag.

Ob es dabei bleibt, lässt sich derzeit schwer sagen. Denn das Infektionsgeschehen könnte auch in Wien weitere Maßnahmen nötig machen. "Einen generellen Lockdown gilt es zu verhindert", betont Ludwig. Ob es dennoch zu einer nächtlichen Ausgangssperre für alle kommt, wie sie zuletzt von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (G) ins Gespräch gebracht wurde, bleibt offen.

Stadtchef wünscht sich "eine Stimme" bei Bundesregierung

Von der Bundesregierung wünscht sich Ludwig eine klare Kommunikation und das sprechen "mit einer Stimme", denn nur so könne die Verunsicherung der Bevölkerung verhindert werden. Am Donnerstag oder Freitag gebe es in Tirol eine neue Besprechung zwischen Bund und den Landeshauptleuten. Dafür ist auch Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) angekündigt. 

"Vorerst" keine Engpässe bei PCR-Tests

Wien werde jedenfalls weiter "einen konsequenten Weg" gehen. Auch beim "Goldstandard" beim Testen: "Mit 'Alles gurgelt' haben wir eine PCR-Infrastruktur geschaffen, die auch internationales Vorbild ist. Pro Tag werden in Wien rund 200.000 Tests ausgewertet. Dabei gibt es nur ganz wenige Fehlleistungen", betonte der Bürgermeister. Dass es auch in Wien, wie in anderen Bundesländern, zu Problemen kommt, schließt Ludwig derzeit aus. Auf die Frage, ob Wien ein Engpass bei Testkits oder Auswertungskapazitäten droht, sagte Ludwig "vorerst nicht".

Lockerung bei Testpflicht auch in Wien

Wie die Stadt bestätigte, gilt die Lockerung der Testpflicht am Arbeitsplatz von Gesundheitsminister Mückstein auch in Wien. Grund ist, dass es für ungeimpfte Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen sowie in der Nachtgastronomie schwierig sein kann, die Einhaltung der geltenden 2,5G-Regel durch einen gültigen PCR-Test nachzuweisen. Betroffene können nun auch einen Antigen-Test vorlegen.

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