Wiens Märkte erleben einen regelrechten Boom. Immer mehr Leute zieht es zu den bunten Ständen, das sollen aktuelle Zahlen belegen. Die für Märkte zuständige Stadträtin Bettina Emmerling (Neos) und Marktamtsdirektor Andreas Kutheil zeigen sich über dieses Ergebnis hocherfreut.
Sie sehen darin den Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen: Das breite Angebot der Standler, das abwechslungsreiche Kulturprogramm und die laufende Modernisierung der Infrastruktur würden die Märkte so beliebt machen, heißt es in einer Aussendung.
Die jährliche Zählung des Marktamtes ergeben, dass bisher im Mai 2026 pro Woche 696.167 Menschen auf Wiens Märkten unterwegs waren. Hochgerechnet auf das ganze Jahr sind das rund 36,2 Millionen Besucherinnen und Besucher – ein sattes Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die absoluten Publikumsmagneten sind der Brunnenmarkt und der Naschmarkt, beide verzeichnen jeweils 110.000 Besucher pro Woche. Zu Spitzenzeiten tummeln sich allein am Dach vom neuen Marktraum mehr als 2.500 Menschen pro Stunde. Das Konzept, neue Betriebe mit regionalen Lebensmitteln und feinen Spezialitäten zu holen, sei voll aufgegangen, heißt es. Am Naschmarkt hat das sogar eine Steigerung der Frequenz um 37 Prozent gebracht.
Auch andere Märkte legen ordentlich zu: Der Meidlinger Markt wuchs um satte 46 Prozent, der Floridsdorfer Markt um 31 Prozent, der Sonnbergmarkt in Döbling um 32 Prozent und selbst der ohnehin schon stark besuchte Viktor-Adler-Markt konnte noch um 12 Prozent zulegen.
"Unsere Märkte sind heute lebendige Grätzlzentren, die Kulinarik, Nahversorgung und Gemeinschaft verbinden. Diesen Weg werden wir fortsetzen und mit frischen Ideen weiter für Aufschwung auf Wiens Märkten sorgen", so Emmerling.
Die vom Marktamt organisierten Events wie die Lange Nacht der Wiener Märkte, die heuer am 4. September zum fünften Mal über die Bühne geht, sorgen immer wieder für großen Andrang. Aber auch Halloween am Schlingermarkt, der Krampuslauf am Karmelitermarkt oder die Familienfeste am Schlinger- und Volkertmarkt locken viele Besucher an. Die beliebten Sommermärktekinos sind schon ein fixer Bestandteil im Veranstaltungskalender.
"Unter dem Motto 'Darf's ein bisserl mehr sein?' lässt sich das Marktamt immer etwas Neues einfallen, um auf unsere tollen Märkte aufmerksam zu machen. Mit den spannenden Events und dem fantastischen Angebot bauen wir den Kund*innenstamm sukzessive weiter aus", erklärt Marktamtsdirektor Kutheil.
Nicht nur das Angebot und die Veranstaltungen, auch die Verbesserungen bei der Infrastruktur spielen eine große Rolle beim Besucherzuwachs. Am Brunnenmarkt und Yppenplatz wurden neue Bäume gepflanzt, das besondere Flair und das tolle Angebot brachten sogar eine Auszeichnung: Das Time-Travel-Magazin reiht den Platz unter die Top 50 der angesagtesten Orte Europas.
In Floridsdorf entstand der "coolste Markt Wiens": Am Schlingermarkt wurde die Oberfläche neu gestaltet, Grünoasen und die schattenspendende Nexorade sorgen für ein angenehmes Klima – ein echtes Vorzeigeprojekt. Der Kutschkermarkt in Währing wurde über die neugestaltete Schulgasse hinaus um vier weitere fixe Stände vergrößert, am Bauernmarkt gibt es neue Bäume und viele gemütliche Sitzgelegenheiten. Der Viktor-Adler-Markt wurde um zusätzliche mobile Stände erweitert.