Caritas Aktionstag

Wiens Pummerin läutet gegen Hunger und Klimakrise

Um 15 Uhr läuten in ganz Österreich die Kirchenglocken, so auch die des Wiener Stephansdoms. Anlass ist der Aktionstag der Caritas.
Wien Heute
25.07.2025, 15:04
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Über 3.000 Kirchenglocken werden heute, am 25. Juli, um 15 Uhr in ganz Österreich für fünf Minuten läuten. Natürlich erklingt auch die Pummerin am Wiener Steffl im Zuge des Caritas-Aktionstages. Gemeinsam möchte man so ein Zeichen gegen Hungersnot und die Klimakrise setzen.

Glocken gegen Hunger

Laut der Caritas leiden weltweit 733 Millionen Menschen an Hunger, rund ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen sicheren Zugang zu Lebensmitteln. Darauf soll durch das gemeinsame Läuten der Glocken aufmerksam gemacht werden, auch Wien beteiligt sich hierbei. So werden die Glocken am Wiener Stephansdom zusammen mit 3.000 weiteren in ganz Österreich erklingen. Bereits in der Früh stattete auch Dompfarrer Toni Faber der Pummerin noch einen Besuch ab.

"Es ist einfach unerträglich, wenn Hunger als Waffe eingesetzt wird. Beinahe täglich erreichen uns Berichte aus dem Gazastreifen von Toten an Essensausgabestellen, und Bilder von abgemagerten Kindern sorgen für Entsetzen. Das Leid ist kaum in Worte zu fassen!", so Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, der gemeinsam mit Dompfarrer Toni Faber und Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb die Glocken im Wiener Stephansdom zum lautstarken Appell gegen den Hunger erklingen lässt.

4,5 Millionen Kinder sterben

Doch auch die Klimakrise stellt ein entscheidendes Problem dar und ist Thema des Caritas-Aktionstages. Und sie trifft die ärmsten Länder der Welt am stärksten. "Damit leiden jene Menschen, die die Klimakrise am wenigsten verursacht haben, am meisten darunter", so Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb und Klaus Schwertner. Und weiter: "Jedes halbe Grad Temperaturerhöhung vergrößert den Hunger, jede Schwächung oder Verstärkung des Monsuns schafft Dürre oder Überschwemmungen und damit Hungersnöte."

Der Spendenbedarf der Caritas-Hungerhilfe steigt, nicht zuletzt wegen weltweiter Kürzungen im Bereich der internationalen Hilfe. Einer kürzlich erschienenen Studie zufolge könnten aufgrund der Kürzungen bis 2030 mehr als 14 Mio. Menschen sterben, darunter rund 4,5 Mio. Kinder im Alter von unter 5 Jahren. "Das dürfen wir nicht hinnehmen!", mahnt Schwertner. "Bitte unterstützen Sie uns dabei. Jede Spende zählt und macht satt!"

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