Ein brutaler Zwischenfall sorgte am Samstag in den frühen Morgenstunden am Mariahilfer Gürtel für Aufregung. Gegen 4.50 Uhr kam es zu einer heftigen Schlägerei zwischen drei Männern (26, 28 und 34) – die Situation eskalierte zeitweise sogar mitten auf der Straße.
Ein vorbeifahrender Autofahrer soll auf das Geschehen aufmerksam geworden sein, als plötzlich ein Mann direkt vor seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn lag, während zwei bis drei Männer auf ihn eingeschlagen haben sollen. Um niemanden zu überfahren, musste der Lenker sofort nach links ausweichen und stoppte anschließend sein Auto, um zu helfen.
Doch die Situation wurde immer chaotischer. Immer mehr Fahrzeuge blieben stehen, da sich die Prügelei zunehmend auf die Straße verlagerte. Mehrere Autofahrer positionierten ihre Fahrzeuge rund um das Geschehen, um zu verhindern, dass jemand von vorbeifahrenden Autos erfasst wird.
Die Polizei wurde umgehend verständigt. Laut Augenzeugen wirkten die beteiligten Männer stark alkoholisiert. Während der Auseinandersetzung stieg einer der Beteiligten plötzlich in einen Skoda, der von einer Frau gelenkt wurde. Auch sie soll betrunken gewirkt haben.
Dabei steuerten sie laut Augenzeugen das Fahrzeug rücksichtslos auf mehrere Personen zu, die sich vor das Auto stellten, um die Flucht zu verhindern. Mehrere Menschen mussten zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden.
Bei dem riskanten Manöver wurde zudem ein geparktes Fahrzeug beschädigt. Der Skoda schaffte es schließlich, an den blockierenden Autos vorbeizufahren und beinahe drei weitere Fahrzeuge zu rammen, bevor er schließlich flüchtete.
In diesem Moment traf die Polizei mit mehreren Beamten am Einsatzort ein. Ein Polizist stellte sich dem flüchtenden Fahrzeug mutig entgegen und zog sogar seine Dienstwaffe, um die Frau am Steuer zum Anhalten zu zwingen.
Allerdings soll die Frau trotzdem direkt auf ihn zugefahren sein – der Beamte musste im letzten Moment zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden. Der Skoda konnte daraufhin entkommen – wurde aber dann in der Nähe ausfindig gemacht.
Währenddessen ging die Schlägerei nach einer kurzen Pause wieder weiter. Die Beamten griffen schließlich ein, trennten die Beteiligten und brachten die Situation unter Kontrolle. Verletzt wurden nur drei Personen, die direkt an der Prügelei beteiligt waren – unbeteiligte Passanten kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die Verletzten lehnten eine Betreuung durch die Berufsrettung jedoch ab.
Die Lenkerin hatte laut Alkovortest 2,6 Promille, der Führerschein wurde ihr daraufhin abgenommen. Alle Beteiligten wurden aufgrund des Verdachts des Raufhandels angezeigt. Für die 34-Jährige gab es zusätzlich zwei weitere Anzeigen wegen Verdachts des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt sowie der versuchten schweren Körperverletzung.