Ein riskantes Fahrmanöver auf der S2 in Wien-Donaustadt endete am Samstagabend mit einem Überschlag. Eine 29-Jährige wurde dabei leicht verletzt. Für zusätzlichen Wirbel sorgte anschließend der Bruder des mutmaßlichen Unfallverursachers.
Laut ersten Erhebungen und Zeugenaussagen war ein 20-jähriger Österreicher gegen 23.20 Uhr zunächst auf der A23 in Richtung S2 unterwegs. Dabei soll er wiederholt stark überhöhte Geschwindigkeit gefahren sein, mehrfach die Spur gewechselt und mehrere Fahrzeuge überholt haben.
Auch auf der S2 soll der 20-Jährige seine riskante Fahrweise fortgesetzt haben. Bei einem Spurwechsel touchierte sein Wagen laut Polizei das Auto einer 29-Jährigen. Dieses geriet ins Schleudern, prallte gegen die Leitschiene und überschlug sich. Der Pkw blieb schließlich auf dem Dach liegen.
Die Lenkerin konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Sie erlitt leichte Verletzungen und wurde von der Berufsrettung Wien in ein Krankenhaus gebracht. Der 20-Jährige blieb unverletzt. Die beiden nicht mehr fahrbereiten Autos wurden von der Berufsfeuerwehr Wien entfernt.
Während die Einsatzkräfte die Unfallstelle absicherten, tauchte plötzlich ein Mann zwischen mehreren Feuerwehrfahrzeugen auf. Der 24-jährige Österreicher gab an, der Bruder des 20-Jährigen zu sein.
Er hatte sein Auto auf der Gegenfahrbahn am Pannenstreifen abgestellt und anschließend mehrere Fahrstreifen sowie die Mittelleitplanke überquert, um zur Unfallstelle zu gelangen. Die Beamten wiesen ihn auf die Lebensgefahr hin und forderten ihn auf, den Bereich gemeinsam mit ihnen zu verlassen.
Der 24-Jährige erklärte, bereits mit seinem Bruder telefoniert zu haben und zu wissen, dass dieser unverletzt sei. Laut Polizei wurde er jedoch zunehmend aggressiv und aufbrausend. Weil er die Unfallstelle nicht verlassen und sein strafbares Verhalten nicht eingestellt haben soll, wurde er verwaltungsstrafrechtlich festgenommen.