Williams & Murray gewannen in Miami

Bild: RHONA WISE (EPA)

Serena Williams hat sich in Miami mit einem Dreisatzsieg im Finale gegen Maria Scharapowa zur Rekord-Siegerin des Tennis-Turniers in Florida gekürt. Die US-Amerikanerin hält bei sechs Titeln und hat somit Steffi Graf überholt.

Bei den Herren holte sich der Brite Andy Murray den Titel.

Die Weltranglisten-Erste Williams gewann am Samstag durch einen 4:6,6:3,6:0-Finalsieg gegen die Russin nach 2:08 Stunden ihren sechsten Titel beim prestigeträchtigen Event und zog damit an der deutschen Legende Steffi Graf vorbei. "Es ist ein schönes Gefühl, jetzt hier zum sechsten Mal gewonnen zu haben", sagte Williams bei der Siegerehrung auf dem ausverkauften Centre Court.

Scharapowa indes musste sich wie schon 2005, 2006 sowie in den beiden Vorjahren mit der kleinen Kristall-Vase der Endspiel-Verliererin zufriedengeben. Auch im fünften Anlauf war es der Weltranglisten-Zweiten aus Russland nicht gelungen, das inoffizielle fünfte Grand Slam-Turnier des Jahres zu gewinnen. "Es war ein enttäuschendes Ende, aber Serena hat großartig gespielt", meinte Scharapowa.

Scharapowas Nerven hielten Druck nicht stand

Nachdem sie in ihren vier Finalspielen zuvor jeweils glatt in zwei Sätzen verloren hatte, stand die 25-Jährige diesmal so dicht wie noch nie vor einem Triumph. Mit 6:4 gewann Scharapowa den ersten Satz und lag im zweiten Durchgang nach einem Break mit 3:2 vorne. Anschließend flatterten der Russin jedoch wie so oft die Nerven, Williams kam zurück und gab bis zum Matchende kein einziges Spiel mehr ab.

Zwar betonte Scharapowa, dass man sich sicherlich in diesem Jahr noch einige Male bei Turnieren wiedersehen werde, doch die 15-malige Grand-Slam-Gewinnerin aus den USA ist längst ihre Angstgegnerin schlechthin geworden. Von den 14 Duellen gewann Williams zwölf - unter anderem das Olympia-Endspiel von London. Scharapowas letzter Sieg datiert aus dem Jahr 2004.

Murray gewann Krimi bei den Herren

Tennis-Olympiasieger Andy Murray hat das Herren-Turnier in Miami gewonnen. Der 25-jährige Schotte setzte sich am Ostersonntag im Endspiel gegen den spanischen Melzer-Bezwinger David Ferrer 2:6,6:4,7:6(1) durch. Durch den harterkämpften Erfolg in 2:44 Stunden wird der US-Open-Champion in der Weltrangliste den Schweizer Roger Federer von Platz zwei verdrängen.

In seinem 40. Finale auf der ATP-Tour erwischte Murray keinen guten Start und fand im ersten Satz kaum ein Mittel gegen Ferrer. Doch nach einer deutlichen Leistungssteigerung und einem extrem spannenden dritten Durchgang, der mit einer verrückten Break-Orgie (nur Aufschlagsverluste in den ersten sechs Games) begann, nutzte der Brite im Tiebreak seinen ersten Matchball zum 26. Turniersieg seiner Karriere, dem zweiten in Florida nach 2009. Zuvor hatte Murray beim Stand von 5:6 einen Matchball abgewehrt.

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