Am Wochenende sorgte ein plötzlicher Wintereinbruch für Schnee im italienischen Apennin. Von der Toskana bis in die Abruzzen verwandelten sich die Landschaften teils ab 900 Metern in eine Winterkulisse.
Verursacht wurde der Kälteeinbruch durch kalte Luftmassen aus Nordosteuropa, die von Finnland und Russland in Richtung Mittelmeer strömten. Die Temperaturen sanken dadurch um 5 bis 7 Grad im Vergleich zu den Vortagen.
Wie 20min berichtet, rief der italienische Zivilschutz Autofahrer zu besonderer Vorsicht auf.
Besonders auf den Apenninpässen der Metropolitanstadt Florenz, etwa am Passo della Consuma auf der Staatsstraße 70, blieb der erste Schnee liegen.
Im tosko-romagnolischen Apennin fielen die Schneemengen in den Abendstunden noch stärker aus. Am Passo della Calla, der auf 1.300 Metern mitten im Nationalpark Foreste Casentinesi liegt, zeigte sich die Region tief winterlich.
Auch in Umbrien, insbesondere rund um Gualdo Tadino und am Monte Cucco, fielen die Flocken bereits auf rund 1.100 Meter herab.
Am stärksten betroffen waren die Abruzzen: Vom Gran Sasso über die Maiella bis nach Roccaraso, Campo Felice und Pescasseroli bildete sich die erste Schneedecke der Saison. In Pescasseroli reichte der Schneefall am Sonntagabend sogar bis ins Dorf.
Auch am Montag (2. November) blieb das Wetter im Zentrum und Süden Italiens wechselhaft. Die Schneefallgrenze steigt jedoch im Tagesverlauf von 1.100 auf bis zu 1.600 Meter. Besonders im Apennin der Abruzzen sowie in angrenzenden Gebieten von Latium und Molise sind noch bis zum Vormittag Schneefälle möglich.
Starker Nordostwind mit Böen von bis zu 60 km/h sorgt an den Küsten und auf den Bergkämmen für zusätzliche Erschwernisse. Ab Mittwoch erwarten Meteorologen ein Hochdruckgebiet, das für Entspannung beim Wetter sorgen soll.