Wenn es draußen frostig wird, bietet die Stadt Wien wohnungslosen Menschen erneut Schutz: Das Winterpaket des Fonds Soziales Wien (FSW) startet heuer bereits zum 16. Mal – trotz Sparmaßnahmen. Ab 29. Oktober stehen rund 1.000 zusätzliche Plätze in 13 Notquartieren in ganz Wien bereit, darunter auch ein reines Frauennotquartier.
"Unsere Haltung ist klar: In Wien soll niemand im Winter auf der Straße schlafen müssen", stellt Sozialstadtrat Peter Hacker (SP) klar. Die Notquartiere, verteilt auf acht Wiener Bezirke, sind rund um die Uhr geöffnet. Dort gibt es nicht nur warme Betten, sondern auch Aufenthaltsmöglichkeiten am Tag.
Die drei Wärmestuben schaffen Platz für 255 Menschen gleichzeitig, die Tageszentren werden so entlastet. "Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Beleg für die soziale Verantwortung in unserer Stadt", so FSW-Geschäftsführerin Susanne Winkler.
Immer mehr Frauen nutzen das Hilfsangebot im Winter – deshalb wurden in Wien nun rund 150 Plätze speziell für Frauen geschaffen. Auch Familien bekommen Unterstützung: Drei Notquartiere halten dafür rund 40 Plätze frei. "Auf diesen Bedarf reagieren wir mit einem eigenen Frauennotquartier im Winterpaket. Zwei weitere Standorte bieten erhöhte Kapazitäten an“, so Markus Hollendohner, Leiter der Wiener Wohnungslosenhilfe im FSW.
Praktisch: Die kostenlose FSW Kälte-App hilft allen, die im Winter obdachlose Menschen auf der Straße sehen. Mit einem Klick wird die Straßensozialarbeit von "Obdach unterwegs" aktiviert, die dann vor Ort Hilfe anbietet – vom Schlafsack bis zur Unterkunft.
Im Vorjahr nutzten über 13.000 Menschen das volle Angebot der Wiener Wohnungslosenhilfe. Dafür investierte die Stadt Wien insgesamt rund 161 Millionen Euro. Die Kälte-App steht ab 29. Oktober wieder kostenlos zum Download bereit.