Fußballverein trauert nach Rad-Drama um toten Bub (12)

Auf dieser Strecke kam es Samstagabend zum tödlichen Radunfall. 
Auf dieser Strecke kam es Samstagabend zum tödlichen Radunfall. fotokerschi.at
Der 12-jährige Muhammet A. verstarb nach einem Radunfall Samstagabend im Spital. "Heute" sprach mit einem ehemaligen Fußballtrainer des Buben.

Der Schock über den tragischen Todihres ehemaligen Stürmers sitzt tief. Seit 2017 spielte Muhammet immer wieder mit kleineren Pausen beim ATSV Vorwärts Neuzeug. "Vor gut einem Monat begann er wieder mit dem Training. Auch sein Cousin spielt bei uns im Club", erzählt ein ehemaliger Jugendtrainer des Vereins im Gespräch mit "Heute".  

Er habe Muhammet gut gekannt, die aus der Türkei stammende Familie des Buben ist im Ort gut integriert und nicht nur im Verein engagiert, sondern auch außerhalb des Fußballplatzes recht aktiv. Auch in der Bücherei könne man die Familie häufig antreffen.

Vom tragischen Unfall erfuhr der ehemalige Trainer des Buben noch am selben Tag nur kurze Zeit später. Mehrere Buben im Ort hatten sich Samstagnachmittag zum Baden im Freibad in Sierning verabredet. Muhammet und sein Cousin fuhren mit ihren Rädern etwas früher heim. Gegen 17.45 Uhr kam es dann zum folgenschweren Unfall.

Freunde kamen mit Rädern bei Unfallstelle vorbei, sahen nur mehr Rettungsheli

Der 12-Jährige kam von der abschüssigen, asphaltierten Strecke ab und prallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Bursch zog sich dabei eine schwere Kopfverletzung zu, musste am Weg ins Spital von den Notärzten reanimiert werden. Per Rettungsheli wurde er in die Kinderklinik des Linzer Kepler Uniklinikums geflogen. Dort verstarb er wenig später im Schockraum. Wir berichteten.  

Auch die anderen Buben, die mit im Schwimmbad waren, kamen mit ihren Rädern bei der Unfallstelle vorbei. Sie bekamen den Abtransport des Schülers mit dem Rettungsheli mit. "Es ist ein typischer Weg vom Bad heim nach Neuzeug, umringt von jeder Menge Bäume. Am Ende des Kreuzbergs dürfte er die Rechtskurve nicht mehr geschafft haben und dann in einen der Bäume gekracht sein", erklärt der Jugendtrainer des Vereins.

Der anfügt: "Wir sind alle tief betroffen. Er war ein super Bursch. Und toll integriert". Wie es der Familie jetzt geht könne er nicht sagen, er habe mit den Eltern noch nicht gesprochen. Dafür sei alles noch zu frisch.

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