Nicht nur in Oberösterreich wird heftig über Windkraft diskutiert und teilweise sogar lautstark gestritten. Feststeht: Die schwarz-blaue Koalition im Land kann der alternativen Stromgewinnung kaum etwas abgewinnen. Dafür werben SPÖ und Grüne vehement dafür.
Die IG Windkraft nahm das zum Anlass, die Menschen (Sample: 520 Personen) nach ihrem Urteil zu fragen. Das eindeutige Ergebnis: Knapp 90 Prozent treten für den Ausbau erneuerbarer Energien in Oberösterreich ein. Und: Gut 85 Prozent der Befürworter sind auch für Räder in der jeweils eigenen Region.
Gut 79 Prozent sehen in Strom aus Wind ein wichtiges Mittel für mehr Unabhängigkeit von Energieimporten. Fast zwei Drittel (rund 63 Prozent) wünschen sich bevorzugt derartige Kraftwerke für die künftige Energieversorgung.
Das Potenzial sei da, die Menschen bereit, erklärt Florian Maringer, Chef der Interessengemeinschaft. "Jetzt müssen es auch die Entscheidungsträger sein." Die Kritik des Geschäftsführers: Ausschlusszonen, die nicht auf fundierten Kriterien basieren würden, seien kein Naturschutz, sondern Ressourcenverschwendung.
Für SP-Landesparteivorsitzenden Martin Winkler ist klar: Die Bevölkerung sei weiter als ÖVP und FPÖ. "Die Menschen wissen längst: Wer Energie aus Oberösterreich will, muss sie auch in Oberösterreich erzeugen", betont er. Windkraft sei "kein ideologisches Projekt, sondern wirtschaftliche Vernunft".